Einst gegen eine Grundschule für alle heute gegen eine gemeinsame Sekundarstufe I

1919 legte die Weimarer Reichsverfassung fest, dass die private Vorschule zugunsten einer gemeinsamen Grundschule für alle abgeschafft wurde. Gleichzeitig wurde die Schulpflicht für alle eingeführt. Vor allem die zukünftigen ‚Gymnasiumskinder‘ waren oft in privaten Vorschulen unterrichtet worden. Es gab kräftigen Protest von Seiten der Eltern, deren Kinder später für das Gymnasium vorgesehen waren. Man sprach von Gleichmacherei und hatte Angst davor, dass diese Kinder mit den unteren Schichten gemeinsam unterrichtet werden würden.

Geschichte wiederholt sich doch manchmal: Heute hat wieder eine bestimmte gesellschaftliche ‚Elite‘ Angst davor, dass ihr Nachwuchs in der geplanten Gemeinschaftschule zusammen mit allen Kindern der gleichen Altersstufe unterrichtet werden soll. – Obwohl sie, falls sie wirklich so leistungsstark sind, anschließend am Gymnasium oder an der Gemeinschafsschule ihr Abitur machen könnten.

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