Asylbewerber Sprachunterricht – neue Erfahrungen und Eindrücke

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Schüler und Schülerinnen aus obigen Ländern finden sich in unseren Deutsch Sprachkursen.

Sicher sind viele intereressierte Jugendliche darunter, die sich ins Zeug legen, und auch noch zuhause ihre Quizlet Lektionen vom Vormittag auf dem Smartphone wiederholen und üben.

Aber auch nicht wenige der 16-22 Jährigen möchten sich nicht so sehr anstrengen um die deutsche Sprache zu erlernen. Keinesfalls tragen sie sich aber auch mit dem Gedanken, wenn es die Umstände zulassen, bald wieder in ihre Länder zurückkehren zu wollen.

Freundlich aber bestimmt fordern sie dauernd Pausen ein und tun sich schwer sich längere Zeit auf eine Sache zu konzentrieren.

Da sie sich außerhalb des Unterrichts weniger mit der Sprache beschäftigen, müssen Strukturen immer und immer wieder neu wiederholt werden.

Da es so gut wie keine wirklichen Sanktionen und Leistungskontrollen gibt, wird vor allem von den Leistungsschwächeren der Unterricht nicht wirklich ernst genommen.
Dies zeigt sich oft dadurch, dass Pausen überzogen werden oder der Unterricht einfach nicht besucht wird.

Ich weiß, dass diese Art von Beiträgen von den Medien und der Öffentlichkeit nicht so sehr gewünscht oder sogar geächtet wird, trotzdem gehört sie zur gegenwärtigen deutschen Realität dazu.

Und dieser Ausschnitt der Wirklichkeit soll sich keineswegs gegen unsere Asylbewerber richten, sondern lediglich dazu beitragen, unsere Unterstützungsstrategien immer wieder neu auszurichten. Auch und vor allem um unseren jungen Gästen gerecht zu werden.

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4 Gedanken zu „Asylbewerber Sprachunterricht – neue Erfahrungen und Eindrücke“

  1. Schöner Beitrag. Es geht ja deinen Schülern genauso wie deutschen jeden Tag. Manche wollen etwas lernen und manche nicht. Ist ja nicht so als würden alle Deutschen immer mit Fleiß und Begeisterung lernen. Als Gymnasiastin weiß ich das. Obwohl das Problem des Schwänzens von Stunden bei uns nicht so stark ausgeprägt ist. Liebe Grüße 😉

  2. schließe mich meiner Vorrednerin an, es ist schon eine Gradwanderung zwischen genau hinsehen und Geduld haben. Die eigene Frusttoleranz wird manchmal hart auf die Probe gestellt. Das gehört aber dazu, trotzdem …. weitermachen lohnt sich. Liebe Grüße

  3. Es mag ja durchaus sein, dass die Beiträge in den Medien lieber anders gesehen werden. Doch ich hielte es für traurig und grundlegend verkehrt, alles entweder immer fein unter den Teppich zu kehren oder womöglich die auftretenden Problem schönzureden. Das dicke Ende kommt.
    Das ist generell so, nicht allein im Zusammenhang mit der Frage nach dem Umgang mit Flüchtlingen oder ihrem Verhalten hier bei uns.
    Ich bin dir überaus dankbar – und das sollten vorschnelle Kritiker ehrlicher Artikel auch sein – dass du aus erster Hand offen Situationen beschreibst! Wie anders sollte man sonst Fehler (auf beiden Seiten) abstellen, Problemlösungen finden oder Verbesserungen starten, bevor es brodelt und nur viel schwerer wird oder gar zu spät ist …

    LG Michèle

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