Bücher lesen – noch zeitgemäß?

buch2Das Lesen von Büchern ist meiner Ansicht nach immer noch interessant und befriedigend. Man befasst sich intensiver mit einem Thema, erfährt mehr Tiefgang und hat einfach mal kein elektronisches Medium in der Hand.

Nicht missen möchte ich, hin und wieder ein druckfrisches Buch in den Händen zu halten. Die Problematik ist aktuell, man fühlt sich näher am Zahn der Zeit.

Schade nur, dass vor allem neu erschienene Bücher relativ teuer sind. Oft liest man sie nur einmal und stellt sie dann in den jetzt schon vollgestopften Bücherschrank.

War früher eine große Bibliothek nicht selten der Stolz des Besitzers, so weiß man heute oft eher ein weniger belegtes und abwechslungsreicher gestaltetes Regal zu schätzen. Es gibt auch noch andere Dinge als Bücher, die einem darauf Freude bereiten.

Aber auch die Bücher aus den örtlichen Ausleihen erweisen sich zuweilen problematisch. Die aktuellen sind meist ausgeliehen und erst nach längeren Wartezeiten zu haben, ältere oft überholt.

Bleiben noch die Online Käufe oder Online Ausleihen wie Skoobe oder Amazon. Preislich spart man sicherlich, wird aber wieder auf ein elektronisches Medium wie  Bookreader, PC, Tablet oder Smartphone verwiesen.

Neulich kam mir so eine Idee in der mir angenehmeren größeren Buchhandlung, in der man bequem sitzen, schmöckern und lesen kann, wenn man möchte auch bei einer Tasse Kaffee oder Tee und einem Happen.

Wie wäre es, wenn man ein neues Buch kaufen könnte bei einer garantierten Möglichkeit das Buch nach einer gewissen Zeit dort wieder zurückgeben zu können. Zu einem natürlich vorher vereinbarten reduzierten Preis. Dadurch könnte man dort auch neue oder fast neue Bücher erstehen, sie wieder zurückbringen oder ganz besondere doch behalten.

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Ein Gedanke zu „Bücher lesen – noch zeitgemäß?“

  1. Tja, die Liebe zu den Büchern …
    Wir Fab Four of Cley sind Sammler von Büchern und das bedeutet, dass wir ständig damit beschäftigt sind, Regale zu bauen. Unser ganzes Haus ist mit Büchern perfekt isoliert. Wir finden es gemütlich, umgeben von Büchern zu leben. Da hat man irgendetwas vage im Kopf und braucht nur aufzustehen, um im Buch blätternd seinem Gedächtnis zu nachzuhelfen. Wir lieben es, Anmerkungen in Büchern zu machen, sozusagen Marginalientexte zu schreiben. Klar kann man dieses auch beim eBook, aber wir finden das in der print Ausgabe eines Buches irgendwie more handy – oh dear, weil wir es immer so machten. Außerdem lieben wir auch die Sinnlichkeit des Buches, der Geruch des Papiers und wie es sich anfühlt. Und lasen wir nicht kürzlich über die Forschungen einer norwegischen Universität, dass Informationen, die in Buchform gelesen werden, weitaus besser, d.h. genauer und länger, behalten werden, als jene die digital vermittelt werden. Und, was häufig vergessen wird, digital schreibt man mehr einen Stil für Beschränkte als in den print-Ausgaben. Gerade werden einige meiner Bücher in print auch digital editiert. Typisch ist, dass sie dabei im Schnitt um 20% gekürzt werden und der beschränkte Kurzsatz epidemisch die Texte befällt. Als ich vor etwa 5 Jahren von meine Verlagen weltweit angehalten wurde, meine Bücher für print und digital zu schreiben, schrieb ich auf Anraten meiner Lektorinnen stets 2 Texte. Die simplere Ausgabe für digital und more sophisticate für print.
    Wir lassen uns die Lust am Buch nicht nehmen, obwohl die Bücher uns in unserem Haus festhalten. Mit ihnen umzuziehen would be a nightmare, indeed!
    Mit lieben Grüßen vom kleinen Dorf am großen Meer
    The Fab Four of Cley

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