Sag niemals nie …..

Bild: Pixabay

Schon im frühen Kindesalter lernt man, dass manche Dinge anscheinend unumstößlich sind, immer so sind und sich nie ändern.

Aus der Grundschulzeit kann ich mich noch an einen Film erinnern, der die Arbeit der Kohlebergleute glorifizierte und davon erzählte, dass deren notwendiges Schuften in der Tiefe niemals enden würde. ‚Energie bestimmt unser Leben und wird immer gebraucht werden‘.

Später lernte ich, dass nichts so sicher wie ein Atomkraftwerk ist. ‚Alles ist abgesichert, es kann gar nie zu einer Katastrophe kommen.‘

‚Niemals wird die Solarzelle einen ernsthaften Beitrag zur Lösung des Energieproblemes leisten können. Selbst in Armbanduhren ist sie eher eine Spielerei.‘

Später sollte der Bau und Betrieb des Windrades ‚Gröwian‘ zeigen, dass eine Nutzung der Windenergie in unseren Breiten absolut unwirtschaftlich ist.

Akkus in Autos sind zwar möglich aber aufgrund der geringen Energiedichte niemals effektiv und so kann nur eine vernachlässigbare Reichweite erreicht werden. Aufgrund der physikalischen Gegebenheiten ist nur eine geringfügige Verbesserung möglich‘.

Sprachprogramme in Computern können nie die menschliche Eingabe ganz ersetzen, da es zu viele unterschiedliche Sprecher gibt und die Syntax und sprachlichen Bilder niemals in den Griff zu bekommen sind.‘

Man könnte noch viele weitere Beispiele finden, wie das autonome Fahren, Roboterfähigkeiten , ja die Wirkung von Algorithmen überhaupt.

Aber alle, die ernsthaft meinten oder immer noch meinen, dass wir bereits das Ende der Fahnenstange erreicht haben, wurden oder werden eines Besseren belehrt.

Bert Brecht war da seiner Zeit schon weit voraus. Vor allem sein Gedicht ‚Der Schneider von Ulm‘ zeigt dies beeindruckend. Hier die 1. Strophe:

Bischof, ich kann fliegen“,

Sagte der Schneider zum Bischof.

„Pass auf, wie ich’s mach’!“

Und er stieg mit so ‘nen Dingen,

Die aussahn wie Schwingen

Auf das große, große Kirchendach.

Der Bischof ging weiter.

„Das sind so lauter Lügen,

Der Mensch ist kein Vogel,

Es wird nie ein Mensch fliegen“,

Sagte der Bischof vom Schneider.

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