Hamburg im Juli 2017

Im Fernsehen wird ein Rechtsanwalt auf der Straße im Schanzenviertel interviewt. Er zeigt Verständnis dafür, dass Gewalt ausgeübt worden ist.

Nur sollte das besser an anderen Orten geschehen z.B. in Blankenese. Das Schanzenviertel sollte verschont bleiben.

Darf freie Meinungsäußerung  auch zur  Tolerierung von Gewaltausübung beitragen?

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5 Gedanken zu „Hamburg im Juli 2017“

  1. Verstehen, warum etwas geschieht, bedeutet nicht das Geschehen zu akzeptieren. Es ist der Anfang solche Ereignisse in Zukunft zu verhindern. Verstehen, Verständnis ist ein Wortspiel um Wissen. Spannend ist erst der zweite Schritt. Was mache ich mit Erkenntnis….

  2. > Darf freie Meinungsäußerung also auch zur Tolerierung von Gewaltausübung beitragen?
    Meines Erachtens nach darf es das, weil auch solche Ansichten Teil der freien Meinungsäußerung sind. Allerdings sind derart gewaltverherrlichende Aussagen nicht stillschweigend zu akzeptieren. Wer offenkundig Verständnis für derartige Gewalt hat, sollte auch entsprechend verbalen Gegenwind erfahren und sich erläutern müssen, warum er es für sachdienlich hält, dass mutwillig Personen verletzt werden und dass private als auch öffentliche Güter zerstört/gestohlen werden. Zumal ein Großteil des wirtschaftlichen Schadens von der Allgemeinheit (Steuerzahler und Versicherungsnehmer) finanziell gestemmt werden muss; als auch die Überwachungsmaschinerie frisches Öl für die Motoren bekommt, die unsere Freiheit weiter beschränkt.
    Eine Zensur halte ich für sehr falsch (auch politische Korrektheit). Nur weil etwas nicht mehr ausgesprochen wird, heißt nicht, dass es nicht mehr in ein Köpfen steckt. Dementsprechend ist auch wichtig, den Diskussionschwerpunkt nicht nur auf rechtsradikale Gewalt zu legen, sondern auf jegliche Form radikaler Gewalt (rechts, links, religiös, …).
    Viel erschreckender ist vielleicht eher die Frage: Wie kann ein Rechtsanwalt Verständnis für Gewalt haben? Wie kann er ernsthaft legitimieren, dass die besserverdienenden Bewohner in Blankenese eher Opfer von Gewalt werden sollte als die linksalternativen Bewohner des Schanzenviertels.

  3. NOCH bevor ICH die frage am ende ganz gelesen hatte , sprang mich diese frage an::
    darf „freie Meinungsäußerung “ NUR an festgelegten ORTEN stattfinden ?

    natürlich darf man alles ‚tolerieren‘, was es gibt, denn es geschieht durch oder aus MENSCHEN, die nur das tun können, was sie tun können,,,, was nicht gleichzusetzen ist mit AKZEPTIEREN..
    BIN LUISE

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