Mit dem Fahrrad V und VI: Von Ulm an die Nordsee

Von Nentershausen nach Sontra gibt es einen heftigen Aufstieg aber immerhin abseits der Straße. Dann kann man mehr als 30 km auf dem Leine Radweg fahren, der landschaftlich ursprünglich aber trotzdem sehr gepflegt wirkt.

Man trifft kaum auf andere Radler. Radfahren ist zwar in aller Munde, die damit verbundene Anstrengung wird aber scheinbar gescheut.

Ideal sind in den Dörfern immer wieder die Lebensmittel Supermärkte mit Korbstühlen und Sonnenschirmen sowie angeschlossenen Bäckereien.

Northeim unser Endpunkt hat ein hübsches Altstadtzentrum mit jeder Art von Gastronomie. Erschreckend immer noch wie bereits vor zwei Jahren die vielen Leerstände von Läden. Knapp die Hälfte sind verwaist. Für uns war die Pension und das Bäckerei Café fürs Frühstück ideal. Heutige Strecke War etwa 100 km.

Am nächsten Tag die Strecke Northeim bis Hemmingen ( ca 90 km) bei Hannover. Kaum mehr Steigungen durchwegs Fahrradwege entlang der Straße. Im Gegensatz zur Stille des Vortages heute unbeschreiblicher Verkehrslärm, den man als Fahrradfahrer besonders wahrnimmt. Güterzüge sind lang und dröhnen ebenso unangenehm in den Ohren. Die ICEs gleiten wesentlich leiser auf den Schienen. Gefühlter Verkehr hier: wesentlich dichter als in Süddeutschland. Man kann oft die wegweisende Stimme aus dem Smartphone nicht mehr hören. Die Radwege entlang der Straße sind manchmal links dann wieder rechts. Eine Überquerung ist oft kaum möglich oder zumindest gefährlich.

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5 Gedanken zu „Mit dem Fahrrad V und VI: Von Ulm an die Nordsee“

  1. Ich habe jetzt erst mit ein bisschen Verspätung deine Reiseberichte von der Fahrradtour entdeckt. Ihr kommt ja ganz schön flott voran! Schöne Ecken habe ich in Part I-VI dabei auf deinen Fotos entdeckt, auch wenn ich las, dass einige Abschnitte recht dicht an den Straßen lagen und sich als recht unruhig entpuppten.
    Ich hoffe, das Wetter wird wieder ein bisschen besser, denn der herrlich blaue Himmel auf den Aufnahmen zu Beginn der Reise, ist natürlich schöner beim Fahren als trübes Wetter oder gar Regen, wie wir ihn momentan leider hier wieder haben.
    Dummerweise ist der Verkehr im Raum Niedersachsen, Hamburg und südliches SH (auf dieser Süd-Nord-Achse und dann alles, was noch zum Einzugsgebiet von HH gehört) recht dicht, doch wenn es dann nach Hamburg Richtung Westen an die Küste geht, müsste es eigentlich wieder netter zum Radeln werden. Geräuschmäßig ruhiger, windmäßig allerdings nicht …. ^^

    Gutes Weiterkommen und viele schöne Eindrücke unterwegs!
    LG Michèle

    1. Vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Freut mich, dass Du unsere Reise so nett begleitest. Vielen Dank auch für die zusätzlichen Infos! Heute sind wir in Bad Falingbostel morgen gehts dann in die Vorstadt der Hansestadt.

  2. Danke für Eure interessante Schilderung. Ich finde es ja spannend, wie sich die Fragestellungen von Radfahrern und Wanderern auf Mehrtagestouren ähneln. Wünsche Euch weiter gute Fahrt und immer ausreichend Plätze, um Hunger und Durst zu stillen.

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