Pedelec und Allgäu

passen gut zusammen. Hier gibt es traumhaft gute Wege, der Untergrund geteert, kein Verkehr, Bergpanoramen, Hügellandschaften, stimmungsvolle Einzelgehöfte, Kuhglocken, tiefblaue in der Sonne glitzernde Seen.

Allerdings zeigen sich hier die Vorzüge des Pedelecs. Mühelos können die Höhen erklommen werden und die weit ausladenden Talabfahrten genossen werden.

Auf diese Art ist die 60 km Tagestour gerade richtig. Nach der Autoanfahrt Start um 10 Uhr Rückkehr zum Wagen wieder kurz vor sechs. Und eine Mittagspause beim Bäcker und eine Kaffepause bei der Molkerei mit anschließendem Einkauf von frischem Käse sind auch noch locker drin.

(Tour zusammengestellt auf komoot)

So ein Tag ist Erholung pur und trotzdem noch mit sportlicher Betätigung verbunden. Im Herbst geradezu ideal.

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Der Löwenmensch vom Lonetal

Ist circa 32000 Jahre alt und wurde von Neandertalern geschnitzt und in einer dieser Höhlen gefunden. Ein Ausflug ins Lonetal ist bei warmen Herbstwetter wirklich empfehlenswert.

Gerade von Lindenau aus bieten sich herrliche Wander oder Fahrradwege an.

Zumal man in diesem lauschigen Ort auch lustig einige Stunden in idyllischen Biergärten verbringen kann. So ein sonniger Herbsttag sollt einfach niemals zu Ende gehen.

Wasser auf die Mühlen …

Meist sind es weniger akademische oder politische Abhandlungen, welche die Meinungsbildung stark beeinflussen.

Oft sind es kleine im Alltag erlebte Geschichten, die im Bekanntenkreis weitergegeben werden, die viele Menschen ins Grübeln bringen.

Neulich ist mir wieder eine zu Ohren gekommen. Und zwar eine, die nicht schon vielmals weitererzählt worden ist, sondern aus erster Quelle stammt.

Ein Vorfall wird bei der Polizei gemeldet. Willentlich war der Lack eines Autos zerkratzt worden. Laut Aussagen ist der eindeutig identifizierte Täter, ein Asylbewerber, bei der Polizei schon mehrmals negativ aufgefallen. Von einer Anzeige wird abgeraten, da sie ja doch nichts bringe.

Hilft nicht dieses Gefühl der Ohnmacht ganz bestimmten politischen Kreisen?

Die technologische Disruption

Drohende Arbeitsplatzverluste infolge von technologischer Disruption war im Wahlkampf der USA weder für Hillary Clinton noch Donald Trump ein Thema.

Letzerer vor allem sah amerikanische Arbeitsplätze von Mexikanern und Chinesen bedroht. Deshalb fordert er dringend eine Mauer zwischen Mexiko und den USA zu errichten.

Er warnte nicht, dass Algorithmen ihnen Arbeitsplätze klauen könnten, und schlug deshalb auch nicht vor an der kalifornischen Grenze eine ‚Firewall‘ zu errichten.

(Ein Gedanke aus dem sehr erfrischenden und anregenden neuen Buch von Harrari)

Merkel

wurde in einer Umfrage der ‚Welt‘ als beliebteste deutsche Politikerin gewählt. Nicht nur im Vergleich zu lebenden sondern auch im Vergleich mit bereits verstorbenen.

Adenauer, Brandt und Schmidt sind weit abgeschlagen.

Aber auch bei den ‚Nichtpolitikern‘ zeigt sich Überraschendes. Jogi Löw rangiert weit vor Einstein und Goethe.

Vielleicht liegt es auch daran, dass Letztere einfach in der Bevölkerung nicht mehr bekannt sind. Habe neulich gelesen, dass in vielen heutigen Schulen ein Großteil der Zeit durch Disziplinierungsmaßnahmen draufgeht.

Kuri kura – oder was so ganz anders in Australia ist (Augenmerk: Vogelwelt)

Akustisch betrachtet sind es einige prägnante Vogelstimmen, die da sehr dominant und lautstark bereits am frühen Morgen zu hören sind. Dies natürlich besonders wenn man im Baumhaus im Regenwald nächtigt. Aber selbst in der Großstadt hört man sie eigentlich immer.

Jetzt wieder zurück, vermisse ich sie richtig. Die bekannteste ist das Kuri kura oder auch der dunkle schrille Pfiff der weißen Kakadoos, wenn sie in voller Größe vorbeifliegen und in einem Baumwipfel landen. Die bunten kleinen Papageis meist zu finden in Bäumen mit kleinen orangenen Beeren erinnern am meisten an unsere Spatzen. Sie treten immer in Rudeln auf, behaken sich und machen einen großen Lärm.

Besonders neugierig: der Brushturkey ist immer zur Stelle. Er baut riesige Erdhaufen, um für seine Eier die richtige Temperatur im Innern zu gewährleisten.

binchicken

Eigentlich für uns ein ganz interessanter Vogel. Mit dem gebogenen Schnabel zieht er geschickt die Nahrung aus dem Boden. Für Australier ist er eher eine Plage. Er ist überhaupt nicht scheu, wühlt in Abfalleimern, hinterlässt ein Chaos und beim Imbiss im Park muss man auf der Hut sein, dass er einem den Bissen nicht aus der Hand schnappt. Deshalb ist er auch unter dem Namen Binchicken (Abfall-Hühnchen) bekannt.

Mit AIDA Sydney genauer kennenlernen

AIDA ist zwar eine Oper und könnte so in Verbindung mit dem Opera House gebracht werden. Dies passt hier aber gar nicht.

AIDA hier ist eine Studentin aus Sydney, die wie viele andere auch eine lebhafte zwei ein halb stündige Stadtführung durchführt.

Dabei ist sie Guide, Story Teller, Actress und Historikerin in einem. Ganz professionell mit Headset und Kleinlautsprecher ausgestattet, erzählt sie von Convicts und Captain Cook und gibt einen amüsanten Streifzug durch die junge australische Geschichte. Die aber in Wirklichkeit gar nicht so jung ist. Die Aboriginees lebten schon viele tausend Jahre hier, vor die Weißen kamen.

Jede geschichtliche Fakt wird mit einer anschaulichen Episode verbunden.

So erinnert die Entstehung des Opera Houses ganz an den Bau des Berliner Flughafens. Auch hier wurde beim Bau immer wieder nachgebessert, bis er ein Vielfaches der veranschlagten Summe verschlang. Ebenso wurden immer wieder viele der Verantwortlichen gefeuert, inklusive des genialen Architekten, der den Entwurf geliefert hatte. Zwar wieder rehabilitiert, erlebte er die Fertigstellung nicht mehr.

Oder das älteste Krankenhaus, welches die Kolonialmacht England nicht finanzieren wollte. Es wurde letztlich mit privaten Geldern gebaut. Und zwar mit Hilfe der Sucht auf Alkohol. Eine Firma bekam eine Monopol Rumlizenz und baute als Gegenleistung das riesige Gebäude. Ein Teil davon belegt heute die Landesregierung. Deshalb muss sie sich immer wieder den Vorwurf gefallen lassen, sie sei auf Rum gebaut.

Gerne hätte ich AIDA noch stundenlang zugehört. Ihr Englisch war fantastisches Queens English und ihre Begeisterung für Sydney ansteckend.

Sie gehört den Sydney Tour Guides an. Finanziert wird die Gruppe durch Spenden.

‚We work on a tips only basis, so everyone can enjoy Sydney as much as we do, whatever your budget. Thanks!‘