Das geht schon gar nicht!

Dies ist eine beliebte Aussage oder Entgegnung auf bestimmte Ideen und Vorschläge. Vor allem von namhaften Politikern oder sonstigen Persönlichkeiten.

Vor allem dann, wenn es sich um auf den ersten Blick reizvolle und verlockende Vorschläge handelt. Auf keinen Fall zuerst mal der Idee etwas Positives abgewinnen! Am besten sie gleich komplett für unrealistisch und utopisch vom Tisch wischen. Im Hintergrund steht die geballte Erfahrung der Experten.

Diese Reaktion zeigte sich meines Erachtens erst jetzt wieder bei einem sicher utopisch klingenden aber auf den ersten Blick faszinierenden Vorschlag:

‚Machen wir den öffentlichen Nahverkehr kostenfrei!‘

Geht nicht, zu teuer, zu wenig Kapazitäten, zu unbequem und und…

Mag ja alles sein. Aber man könnte doch daran weiterdenken. Freier öffentlicher Nahverkehr an den Adventssamstagen hat sich hier bestens bewährt. Busse und Bahnen waren zwar voll, aber es lief trotzdem! Warum könnte man das nicht ausbauen? Z. B. jeder erste Samstag im Monat ist frei? Oder man bekommt bei Einkäufen die Fahrkosten wieder raus? Oder es gibt erhöhte Gebühren fürs Parken an den ‚freien‘ Tagen?

Oder es gibt einen Ideenwettbewerb für die Bevölkerung was die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs angeht?

Nein, ist doch alles nix. Bringt doch einfach nix. Philosophieren wir doch gegen diesen Schwachsinn!

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Politischer Aschermittwoch der Grünen in Biberach

Hauptredner Cem Özdemir, Claudia Roth und natürlich wie jedes Jahr Winfried Kretschmann.

Kretschmann wieder ganz Staatsmann mit Zitaten von Kant und Lessing (Die Ringparabel fehlt in kaum einer seiner Reden – zumindest in denen nicht, die er in Biberach hält).

Claudia Roth wieder ganz emotional und moralisierend.

Czem Özdemir wirkte richtig erfrischend und erheiternd. Immer wieder zeigte er, dass er sich nicht unterkriegen lässt. So plauderte er zur Unterhaltung auch gern aus dem Nähkästchen:

Was wohl jetzt auf seiner Visitenkarte stehen würde, fragte er ins Publikum:

‚Cem Özdemir natürlich‘ gab er selbst zur Antwort. Darunter sein derzeitiger Titel

Aussenminister in spe a.D.

Als Geschenk erhielt er ein Glas selbstgemachte Marmelade. Auf Schwäbisch heißt die Gsälz.

Gsälz war auch sein Spitzname als Schüler. Warum? Als seine Klasse Englisch lernte, war eines der ersten neuen Wörter ‚jam‘ , auf Deutsch also Marmelade, auf Schwäbisch Gsälz. Und so hatte er seinen Spitznamen weg.

Von der Erfindung bis zur Produktion von 100 Millionen

Die Zeit schreitet immer schneller voran. Wobei man von Schreiten schon gar nicht mehr sprechen kann. Geschwindigkeiten nehmen schwindelerregend zu.

Früher dauerte es Generationen, bis eine Erfindung zum Einzug ins Alltagsleben der Menschen führte.

Heutzutage geschieht dies in immer kürzeren Zeitabständen. In seinem Buch ‚Nächste Ausfahrt Zukunft‘ gibt uns Ranga Yogeshwar interessante Enblicke in diese Entwicklungen.

So viel Jahre dauert(e) es , bis die Marke von 100 Millionen verkauften Exemplaren bei den folgenden Entwicklungen erreicht worden war bzw. erreicht werden wird.

100Mill

3 Wörter, die heute unser Leben bestimmen

digi3

Digitalisierung spielt nicht nur in alle unsere Lebensbereiche hinein, sondern bestimmt sie auch immer mehr. Es gibt nichts, was dieses Zweiersystem nicht leitet und dirigiert. Erstaunlich, an sich geht es immer nur um ja oder nein, Strom oder keinen Strom, Impuls oder kein Impuls und trotzdem werden die kompliziertesten Abläufe damit gesteuert. Möglich wird dies durch eine unvorstellbare Geschwindigkeit, in der diese scheinbar simplen Rechenvorgänge ablaufen.

Waren in der digitalen Welt früher Programme und Programmieren die Schlagwörter, so steht heute das Wort Algorithmus im Vordergrund. Die Entwicklung befindet sich in einem rasenden Tempo. Die Programme sind banal ausgedrückt intelligenter geworden. Sie sind jetzt sogar lernfähig und programmieren sich oft selbst weiter. Dies wieder mit einer erschreckenden Geschwindigkeit und Differenziertheit, die offensichtlich die Fähigkeiten des menschlichen Denkens weit hinter sich lässt. Faszinierend und beängstigend zugleich.

Durch deren Einsatz schreitet auch die Technik und Wissenschaft immens schneller voran. Wurden früher technologische Verfahren einfach weiterentwickelt und verbessert, so werden sie heutzutage geradezu zerstört und durch vollkommen andere und leistungsfähigere ersetzt. Dafür steht in etwa der Begriff Disruption. Wertvolles Wissen wird über Nacht vollkommen wertlos. Auf der einen Hand dient dieser Fortschritt den Menschen, auf der anderen Hand werden menschliche Existenzen schnell bedroht und Unsicherheit macht sich breit.

Viele warnen vor den Gefahren und fordern, dass Einhalt geboten wird. Wieder einmal zeigt sich Friedrich Dürrenmatts Weitsicht, wenn er in seinem schon vor vielen Jahrzehnten geschriebenem  Drama „Die Physiker“ einen Wissenschaftler sagen lässt: „Was einmal gedacht wurde, kann nicht zurückgenommen werden“.

 

Reichtum und Bevölkerung

Der Reichtum der Weltbevölkerung ist äußerst ungleich verteilt. Einem Prozent der Menschheit sollen mehr als als die Hälfte des verfügbaren Vermögens gehören.

Was die Ungleichheit der Vermögensverteilung anbetrifft ist Deutschland mit ganz an der Spitze.

Zur Beruhigung wird immer wieder verkündet, dass gerade die Reichen und vor allem der wohlhabende Mittelstand dazu beitragen, dass es auch der Masse der Bevölkerung gut geht aufgrund der hohen Steuerzahlungen und eines ausgebauten Sozialsystems. Kritisch wird aber auch auf deren große Steuerprivilegien verwiesen sowie auf niedrige Erbschaftssteuern.

Auch die starke Einflussnahme durch Zuwendungen an die Politik wird immer kritischer und deutlicher vermerkt. Mit Geld kann Meinung gemacht und verteilt werden und eine große Masse macht sie sich dann oft zu eigen. Vielleicht zu ihren eigenen Ungunsten, wie sich auch in den USA erahnen lässt.

Innere Emigration – Rückzug?

‚Die sich ins Reich Beethovens zurückzogen damals‘ (Franz Josef Degenhardt)

Findet das heute auch wieder statt?

Nach einigen Menschen, die angeblich aus eigener Erfahrung berichten, tatsächlich. Allerdings werden sie meist mit dem Etikett ‚Einzelfälle‘ versehen.

  • Krankenschwestern, die rüde von Asylbewerbern behandelt wurden und nicht mehr bereit sind in bestimmten Abteilungen im Krankenhaus zu arbeiten
  • Mitarbeiter der Jobcenter, die aufgrund bedrohenden Verhaltens ihres Klientels in eine andere Abteilung wechseln
  • Polizisten, die bewusst wegschauen, um sich nicht der Rache bestimmter Straßenclans auszusetzen
  • Amtsärzte die fürchten, einen ehrlichen Befund zu erstellen, da dieser zu einer Ausweisung des Untersuchten führen könnte und sie dann um ihre Unversehrtheit fürchten müssten

Ich muss zugeben, dass ich mich bei der Erwähnung dieser Thematik etwas ungemütlich fühle. Empfinde mich eigentlich gar nicht als Rassist und versuche Mitmenschen gegenüber offen zu ein. Aber die Häufigkeit dieser Vorwürfe nimmt zu. Man erfährt davon nicht nur aus der Presse, sondern glaubhafte Personen erzählen von persönlichen Erlebnissen.