Ein Bus brennt vollständig aus

Wenn man diese Nachricht liest, denkt man unwillkürlich zuerst an Terroranschläge in Spannungsgebieten oder auch ganz aktuell an die großen Brandsätze in den Boulevards von Paris.

Wenn man aber dann erfährt, dass dies jetzt zweimal hintereinander in Deutschland passierte, erinnert man sich an Presseberichte über die Gefahren, die von Fahrzeugen mit Batterien oder Akkus ausgehen, welche anscheinend ganz schnell in Brand geraten können und von daher eine große Gefahr für Leib und Leben darstellen. Brennt beispielsweise ein Tesla aus, so wird über Wochen darüber berichtet und die EMobilität wird stark in Frage gestellt.

Die zwei ausgebrannten Flixbusse scheinen aber herkömmliche Verbrennungsmotoren gehabt zu haben, ansonsten wäre wohl sofort auf die Gefahren einer noch nicht erprobten Technik, nämlich von großen mittransportierten Akkus verwiesen worden.

Aber das hab ich in anderen Zusammenhängen bereits gelernt: Beim Brand der 2 Flixbusse mit Verbrennungsmotoren handelt es sich nur um Einzelfälle, die auf keinen Fall instrumentalisiert werden dürfen.

Advertisements

Was man noch alles lernen muss

Am Donnerstag gibt es in Ulm wieder ein Weihnachtskonzert. Heeresmusikcorps der Bundeswehr gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendchor der Ulmer Spatzen. Viele Ulmer lassen sich dieses Highlight auf keinen Fall entgehen.

Natürlich wird auch wieder wie jedes Jahr dagegen protestiert. Verschiedene Friedensgruppen wissen, dass sie anscheinend moralisch auf der richtigen Seite stehen und argumentieren wie folgt:

‚Ausgeblendet wird bei diesen Konzerten die Sinnlosigkeit der Auslandseinsätze in Afghanistan, Mali und Syrien.Ausgeblendet werden die Gräuel des Krieges, an denen auch die Bundeswehr beteiligt ist, z.B. die Bombardierung von Zivilisten.‘

Einer der Initiatoren schreibt:

‚Unter dem Namen LEBENSLAUTE engagieren sich seit 1986 bundesweit Musiker_innen, einmal jährlich in Chor- und Orchesterstärke (s. Sommeraktionen), dazwischen auch in kleineren Ensembles regional (s. Regional). Als offene Musik- und Aktionsgruppe bringen wir überwiegend klassische Musik gerade dort zum Klingen, wo dies nicht erwartet wird: auf Militärübungsplätzen und Abschiebeflughäfen, vor Atomfabriken und Raketendepots, in Ausländerbehörden und an anderen menschenbedrohenden Orten.
Bei der Wahl unserer Konzert-Orte lassen wir uns nicht durch herrschende Vorschriften einschränken. Im Gegenteil: Lebenslaute-Aktionen suchen die politische Konfrontation durch angekündigten und bewussten Gesetzesübertritt (Zivilen Ungehorsam): Blockaden, Besetzungen, Entzäunungen, Betreten verbotener Orte. Seriöse Konzertkleidung unterstreicht unser konzentriertes Auftreten. Wo es geht, versuchen wir, lokale Protestbewegungen zu stärken.‘

Super. Wenn ich moralisch auf der richtigen Seite stehe, brauche ich mich an kein Gesetz mehr zu halten.

Nur schade, dass ich die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen habe.

Motivation durch Abschaffung von Sanktionen

Die SPD möchte aus ihrem Umfragetief herauskommen, indem sie sozialere Politik betreiben wollen.

Die GRÜNEN scheinen das Wort ‚Sanktionen‘ zum Teufelswort küren zu wollen. Statt Sanktionen durch Hartz 4 soll es in Zukunft mehr Unterstützung sprich mehr Geld für Arbeitssuchende geben.

Ein Wegfall von Sanktionen führt demnach zu einem Erblühen von Motivation.

Interessant.

Neulich hatte ich ein paar Gespräche zu führen. Ich wollte so morgens um 8 damit beginnen, um bis mittags fertig zu werden. ‚Nein, das ist viel zu früh, wurde mir beschieden. Das sind ‚Hartz 4 ler, die schlafen da noch‘. Hätten sie durch Hartz 4 nicht immer wieder Sanktionen zu befürchten, wären sie um diese Zeit schon längst an ihrer neuen Arbeitsstelle?

Bei ‚Hart aber fair‘ wurde von einem Bäckersmeister berichtet, der händeringend Personal sucht. Bezahlung über Mindestlohn. Nach einem halbstündigen Interview wurde versprochen sich wieder zu melden. Das geschah nicht. Der Bäcker bekam auf Nachfrage die Antwort: ‚Hab ich vergessen. Aber vergessen Sie es. Kommt doch nicht in Frage.‘

Hätte es in diesem Fall Unterstützung ohne Sanktionen gegeben. Wohl wahr, den Bäcker hätten die Arbeitssuchenden wahrscheinlich nicht aufgehalten, aber hätten sie sich derweil ganz motiviert um eine andere Arbeit bemüht?

Motivation durch den Abbau von Sanktionen. Wie wäre dies wohl in unseren Schulen? Keine Noten, Strafen sind ein Fremdwort. Die Schüler wenden sich dann automatisch den Inhalten zu, die sie interessieren und arbeiten hartnäckig motiviert daran? Könnte ich mir bei einigen vorstellen. Die Mehrheit der Schüler fiele aber meiner Meinung nach durchs Raster. Verlockend ist das Nichtstun, Blödeln oder die kurzzeitige Beschäftigung mit einer Sache um sich sofort wieder anderem zuzuwenden.

Von den Berufstätigen wird anscheinend nicht erwartet, dass sie ohne Sanktionen motivierter sind: Säumniszuschläge beim Finanzamt, Bestrafung bei Geschwindigkeitsübertretung, Zwangsbeteiligung der anliegenden Hauseigentümer bei Straßensanierungen um nur einiges zu nennen werden weniger in Frage gestellt.

Zwei interessante Nachrichten

Schmökert man mal mit dem Smartphone oder Laptop im Netz so stößt man auf mannigfaltige Nachrichten.

Neulich fielen mir dabei 2 besonders auf.

Die GRÜNEN fordern die Abschaffung von Hartz 4 . Es soll ersetzt werden durch höhere Zahlungen, die nicht an weitere Bedingungen geknüpft werden dürfen. Vor allem darf nicht damit gedroht werden, Zahlungen zu kürzen, wenn angebotene Arbeitsstellen nicht akzeptiert werden.

Eine weitere Nachricht aus einer anderen Quelle. In Berlin befinden sich an einer Grundschule 106 Schüler. Nur noch einer darunter ist Deutscher. Die meisten der Eltern, die arabischer Herkunft sind, arbeiten nicht.

Es wäre meines Erachtens hilfreich, wenn bei Begründungen für neue Gesetzesvorhaben einfach des öfteren auf konkrete Gegebenheiten verwiesen werden würde. Vielleicht würden dann Anliegen auch authentischer rüberkommen oder würden sich sogar gegebenenfalls erübrigen.

Haben Sie schon Ihren ‚Burn out‘ genommen?

Viele Berufstätige, nicht nur Personen in Führungspositionen, fallen für längere Zeit aus. Ihr Krankheitsbild: das Burn Out Syndrom.

Sie fühlen sich ausgebrannt, leer, antriebslos, sind des öfteren depressiv.

Vor allem auch in Lehrberufen ist dieses Krankheitsbild häufig zu finden. Neulich habe ich im Steingart Blog erfahren, dass gerade in Deutschland nur noch jeder Vierte ein positives Bild von Pädagogen hat. Diese Einschätzung überträgt sich natürlich auch auf die Schüler. Die Achtung vor der Arbeit ihrer Lehrer sinkt rapide.

Kein Wunder also dass man vor allem in Lehrerzeitungen vermehrt Anzeigen von psychosomatischen Kliniken findet.

Bild aus GEW: Erziehung und Wissenschaft 11/2018

Kann mein Smartphone Gedanken lesen?

Vor einigen Jahren hätte man eine solche Frage empört zurückgewiesen. Natürlich weiß es nur das, was ich ihm mündlich oder schriftlich eingegeben habe oder was im Internet über mich zu finden ist.

Jetzt hat mich Hararis Buch 21. Lektionen über das 21. Jahrhundert und seine Schlußfolgerungen aus der Leistungsfähigkeit der Algorithmen bereits das Gruseln gelehrt.

Heute bin ich nun erstmals auf eine konkrete Anwendung gestoßen. Per Whatsapp erhielt ich ein Video. Der Sprecher bat mich, mir eine von 5 oder 6 Spielkarten, die er wie ein Spieler in der Hand hielt, zu merken. Ohne Worte versteht sich. Danach wurde ich gebeten, mich nochmals daran zu erinnern. Die Hand mit den Karten erschien wieder. Diesmal ohne die von mir eingeprägte Karte. Natürlich wiederholte ich das Spiel noch ein paar Mal.

Wohin geht die Reise?

Aha. Jetzt durchschaut. Beruhigend. Kein Algorithmus, nur ein eigentlich einfacher Trick.

Machtmittel

vermoegen

Zu unterschiedlichen Zeiten waren unterschiedliche Vermögenswerte die entscheidenden Machtmittel.

Heutzutage sind es die Daten. Nicht mehr Gebietskontrolle oder Kontrolle der Produktionsmittel sind entscheidend, sondern es ist der Besitz oder die Kontrolle des Datenstroms. Die Menschen bekommen digitale Produkte kostenlos, bezahlen aber mit ihren Daten dafür.  Werbung kann individuell auf die Konsumenten zugeschnitten werden, später sind auch diese Werbebotschaften überflüssig. Algorithmen könnten dann die Bedürfnisse der Menschen steuern. Daten werden wertvoller als Geld.

Gedanke aus Hararis Buch: 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert.

Bilder: Pixabay