E Mobile – der wahre Horror?

Wenn man über praktische Erfahrungen mit E Mobilen liest, so sind dies meist Berichte, die beweisen wollen, dass es mit dieser neuen Technologie nicht weit her ist. Sie scheint zu teuer, zu wenig ausgereift oder überhaupt ein ideologischer Irrweg zu sein.

Nicht ins gleiche Horn bläst ein Reporter, der über einige Wochen einfach mal so ein neues Gefährt auf seine Alltagstauglichkeit überprüfte.

Viele Dinge sind selbst für ihn überraschend positiv: Fahrverhalten, weniger aggressives Fahren, leichte Parkmöglichkeiten, ruhiges Fahren, preisgünstig und eine gute Beschleunigung um nur einige zu nennen.

Die negativen Faktoren sind überraschenderweise weniger im technischen Bereich zu finden, sondern eher in mangelnden gesetzlichen Vorgaben. Dies bezieht sich vor allem auf das Problem des Ladens. Hier sind die unterschiedlichen Systeme einfach chaotisch und kaum kompatibel. Warum kann hier nicht die gleiche Regelung gelten wie im herkömmlichen Strommarkt? Ich kann mir überall den von mir favorisierten Stromanbieter wählen. Einen DIN Stecker dazu anzubieten wäre wohl ebenfalls leicht zu realisieren.

Sein Resumee:

‚Mein Eindruck: E-Mobile sind alltagstauglich und damit auf dem Weg raus aus der Zweitwagen-Nische, in der bislang vor allem solvente Idealisten zu den Käufern zählten. Nach meiner Zeit im Elektroauto habe ich deutlich weniger Bedenken und Vorurteile gegenüber den Stromern. Die E-Mobilität funktioniert längst nicht so schlecht, wie es oft den Eindruck erwecken mag.‘

http://www.spiegel.de/auto/fahrberichte/elektroauto-renault-zoe-im-alltagstest-a-1156104.html

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Eine kleine Weichenstellung mit gigantischen Auswirkungen

 
Bild: Pixabay

Die ersten Versuche mit Automobilen wurden u.a. in Schottland von Anderson 1833-1839 gemacht. Gustave Trouvé konstruierte 1881 eine Elektro Kutsche mit immerhin 26 km Reichweite. Auch die ersten Porsche waren Emobile mit bereits bis zu 80 km Reichweite. Sie stieg dann im Jahre 1912 bis zu 100 km.

Um die Jahrhundertwende wurden weit über 50 % der motorisierten Kutschen elektrisch angetrieben. Alles sprach dafür, dass sich diese Art des Antriebes durchsetzen würde. 

Erst billiges Öl und die geringere Reichweite schafften dann überraschenderweise den Durchbruch der Verbrennungsmotoren.

Erdöl wurde zum flüssigen Gold. Die Vorkommen in Amerika waren bald erschöpft. Viele Staaten des Nahen Ostens wurden zu Hauptlieferanten und konnten gigantische Geldmengen und damit auch Macht anhäufen. Sie wurden technologisch schnell in die moderne Welt des 21. Jahrhunderts katapultiert. Gleichzeitig hielten sie aber an ihre alten Traditionen und Werten fest. Einige radikale religiöse Strömungen vor allem des Islam unterstützen dies im Besonderen. Die Auswirkungen der modernen Welt werden als Bedrohung gesehen, der weltweit mit Gewalt begegnet werden muss. Dauernde Anschläge im Westen sind Beispiele hierfür. Der bisherige Höhepunkt war wohl der Angriff auf die Twin Towers in New York. Die zur Zeit wohl stärkste Gruppierung ist der IS. Finanziert werden kann die ganze Anhängerschaft zumindest indirekt durch die Erlöse aus den Erdölverkäufen.

Wäre die Entscheidung damals zugunsten der Elektroantriebe ausgefallen, hätte die Entwicklung wahrscheinlich  einen ganz anderen Weg eingeschlagen. Der Nahe Osten hätte sicher gar nie die heutige Bedeutung und den Einfluss erlangt.  IS und Terroranschläge wären vielleicht heute nicht unser hauptsächliches Problem.

Sag niemals nie …..

Bild: Pixabay

Schon im frühen Kindesalter lernt man, dass manche Dinge anscheinend unumstößlich sind, immer so sind und sich nie ändern.

Aus der Grundschulzeit kann ich mich noch an einen Film erinnern, der die Arbeit der Kohlebergleute glorifizierte und davon erzählte, dass deren notwendiges Schuften in der Tiefe niemals enden würde. ‚Energie bestimmt unser Leben und wird immer gebraucht werden‘.

Später lernte ich, dass nichts so sicher wie ein Atomkraftwerk ist. ‚Alles ist abgesichert, es kann gar nie zu einer Katastrophe kommen.‘

‚Niemals wird die Solarzelle einen ernsthaften Beitrag zur Lösung des Energieproblemes leisten können. Selbst in Armbanduhren ist sie eher eine Spielerei.‘

Später sollte der Bau und Betrieb des Windrades ‚Gröwian‘ zeigen, dass eine Nutzung der Windenergie in unseren Breiten absolut unwirtschaftlich ist.

Akkus in Autos sind zwar möglich aber aufgrund der geringen Energiedichte niemals effektiv und so kann nur eine vernachlässigbare Reichweite erreicht werden. Aufgrund der physikalischen Gegebenheiten ist nur eine geringfügige Verbesserung möglich‘.

Sprachprogramme in Computern können nie die menschliche Eingabe ganz ersetzen, da es zu viele unterschiedliche Sprecher gibt und die Syntax und sprachlichen Bilder niemals in den Griff zu bekommen sind.‘

Man könnte noch viele weitere Beispiele finden, wie das autonome Fahren, Roboterfähigkeiten , ja die Wirkung von Algorithmen überhaupt.

Aber alle, die ernsthaft meinten oder immer noch meinen, dass wir bereits das Ende der Fahnenstange erreicht haben, wurden oder werden eines Besseren belehrt.

Bert Brecht war da seiner Zeit schon weit voraus. Vor allem sein Gedicht ‚Der Schneider von Ulm‘ zeigt dies beeindruckend. Hier die 1. Strophe:

Bischof, ich kann fliegen“,

Sagte der Schneider zum Bischof.

„Pass auf, wie ich’s mach’!“

Und er stieg mit so ‘nen Dingen,

Die aussahn wie Schwingen

Auf das große, große Kirchendach.

Der Bischof ging weiter.

„Das sind so lauter Lügen,

Der Mensch ist kein Vogel,

Es wird nie ein Mensch fliegen“,

Sagte der Bischof vom Schneider.

Winne two

Winfried Kretschmann, ‚Minischdrbräsident‘ von Baden-Württemberg befindet sich in seiner 2. Amtszeit, weshalb ihm auch vor seiner Aschermittwochsrede im oberschwäbischen Biberach obiger indianischer Titel verliehen wurde. Ein Indianerhäuptling zum zweiten Male gewählt und noch längst nicht amtsmüde.

Wieder einmal sein hervorstechender Charakterzug. Kein wirklich böses Wort an die politischen Gegner, eher Verständnis und Demut. Beim Thema Unterschiedlichkeiten der Religionen in Deutschland sein Verweis auf Lessings Ringparabel. Erst ihr Handeln wird zeigen, was sie wirklich wert sind. Gleichzeitig sein Appell: ‚Tolerant können nur Menschen sein, die eine gefestigte Meinung haben‘.

Seine einstündige Rede ist klar gegliedert. Zuerst geht es um Zusammenhalt, dann um die Notwendigkeit von Innovationen. Der letzte Teil thematisiert die Nachhaltigkeit

Innovation und Nachhaltigkeit gehen Hand in Hand. In BW geht es dabei sehr stark auch um die EMobilität. ‚Wir brauchen eine forcierte Entwicklung weg vom Verbrennungsmotor. Was wäre wenn in  Indien der private Straßenverkehr die gleichen Ausmaße hätte wie in der westlichen Welt?  Die Erde würde kollabieren.Auch deshalb braucht es schnelle, entschlossene und mutige Innovationen.

‚In Indien wird über die Zukunft der Menschheit entschieden, nicht in Baden-Württemberg. ‚

Ein Familienurlaub der Zukunft?

Wir erträumten uns neulich einen Familienurlaub der Zukunft.

Gebucht wird ein schwedisches kleines Haus an der Nordseeküste inmitten einer größeren Ferienhaussiedlung. 

Die mit der Vermietung beauftragte Gesellschaft bietet Kompaktreisen an. Die Mobilität ist bereits inbegriffen. 

Räder und Gepäck werden am Heimatort bereits ein paar Tage vor Antritt der Reise aufgegeben oder von zuhause abgeholt.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Leihwagen geht’s am 1. Ferientag zum Bahnhof. Ohne Gepäck und Räder auch mit Kindern ein Leichtes.

Nach entspannter Zugfahrt erreicht man nach 7 oder 8 Stunden den Ferienort und findet dort bereits einen kleinen Elektrowagen vor mit dem man bequem zum Ferienhaus fährt.

Im Ferienhaus stehen die Koffer schon zum Auspacken bereit, die Fahrräder warten im angrenzenden Schuppen auf die erste Ausfahrt.

Da die anderen Feriengäste auf ähnliche Weise unterwegs sind und der Ferienpark mehr als 30 Ferienhäuser umfasst, lohnt sich der kleine Elektrofuhrpark am Rande des Parks von dem man unkompliziert per Smartphone kurzfristig bei Bedarf einen Wagen ordert.

Die Mehrkosten fallen unter dem Strich gar nicht so sehr ins Gewicht, da man auch Zuhause keine eigenen Autos mehr besitzt, sondern nur noch nach Erfordernissen  einen passenden fahrbaren Untersatz ordert.

Tja ich weiß, das ist alles nur blauäugig, sind pubertäre Fantasien –

Ab jetzt haben wieder die Bedenkenträger das Sagen!

E Mobilität – Das geht schon gar nicht!

  • EMobile sind schmutzig, weil die meisten Kraftwerke in D fossile Rohstoffe verbrennen um elektrische Energie zu erzeugen.
  • Die Herstellung der EMobile verbraucht mehr Energie als die Herstellung gewöhnlicher PKWs.
  • In China werden die Batterien hergestellt – mit Kohlestrom.
  • aufgrund geringer Reichweiten wird das EMobil zusätzlich zum Verbrenner angeschafft.
  • das EMobil verlockt zum vermehrten Autofahren aufgrund von Privilegien (Busspuren, freies Parken…)

    Deshalb Hände weg von dieser Technologie!

    Suggeriert wird also, dass der bestehende Zustand besser ist als eine Veränderung durch EMobilität.

    Oft fallen diese Argumente auch deshalb, um darauf zu verweisen, dass einfach der Individualverkehr zugunsten eines ausgebauten öffentlichen Nahverkehrssystems zurückgedrängt werden sollte. 

    Letzteres klingt sicher nicht schlecht. Aber sollte dieses Anliegen auf Kosten der EMobilität in den Vordergrund gesetzt werden?

    Erhöht nicht auch die Nachfrage nach EMobilen die Nachfrage nach alternativen Energien? 

    Das Interesse an EMobilen hat in kurzer Zeit bereits die Reichweite von den neuen Autos mehr als verdoppelt.

    Die Batterien sind effizienter geworden.Windkraftwerke werden mit Speichersystemen ausgestattet. Solarzellen sind aufgrund steigender Nachfrage effizienter und kostengünstiger.

    Erstaunlich wie Menschen, die neue Ideen entwickeln und sie sogar realisieren sich oft dem Gespött der ewig Besserwissenden auszusetzen haben. 

    Elon Musk wurde verhöhnt, als er die ersten seiner EMobile vorstellte. 

    ‚Mit Laptop Akkus ein Auto antreiben! Das geht schon gar nicht! Armer Irrer!‘

    E-Mobilität in der Kritik

     

    Wurden bisher die E-Autos oft als inakzeptabel angesehen , da sie

    • eine zu geringe Reichweite aufwiesen
    • und eine lange Haltbarkeit des Akkus in Frage gestellt wurde

    sind jetzt diese Einwände nicht mehr so stark vernehmbar. Die schnellen Entwicklungen der letzten Zeit haben sie in den Hintergrund treten lassen.

    Umso mehr kann man jetzt den hohen Preis dieser Autos ins Scheinwerferlicht rücken, der trotz der bald wirksamen Subvention immer noch über dem der herkömmlichen Autos liegt.

    Ein weiteres Argument erscheint jetzt immer häufiger im öffentlichen Diskurs:

    ‚Eigentlich belasten die E-Mobile die Umwelt noch viel stärker als die herkömmlichen Autos, da gerade auch durch die Energiewende die Kohlekraftwerke zugenommen haben und jetzt auch  noch in die Pflicht genommen werden, die neuen Fortbewegungsmittel mit Energie zu versorgen.  Dreckschleudern …‘

    Aha. Die Explosionsmotoren sind also weniger umweltschädlich, die Emissionen in den Städten sind doch nicht so schlimm, die Abhängigkeit vom Öl vernachlässigbar und ein Ende der Ölförderung durch den Segen des Fracking noch lange nicht in Sicht.

    Bedingt aber das eine nicht das andere? Wenn keine E Mobile in Betrieb genommen werden, so sind auch neue alternative Formen der Energiegewinnung weniger interessant, so gibt es auch keine Forcierung der saubereren Energiegewinnung.