Lesefähigkeit bei Schülern

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Bei der Lesefähigkeit werden 2 Kompetenzen abgetestet:

– was habe ich vom Text verstanden?

– was habe ich vom Text behalten?

 

Schüler lesen im Schnitt immer weniger. Wenn gelesen wird, dann eher Zeitschriften, kurze Zeitungsartikel, Comics oder natürlich kurze Texte im Internet oder Chatnachrichten. Die Bereitschaft oder auch Fähigkeit, sich längere Zeit auf einen bestimmten Inhalt zu konzentrieren nimmt im Schnitt ab. Kontrovers diskutiert in Schulen wird, ob dies noch oder wenn wie Lesetraining eingefordert und praktiziert werden kann.

Habe mal einen kurzen Lesetest erstellt.

2 Minuten muss ein Text gelesen werden, danach gibt es richtig und falsch Fragen hierzu. Thema ist Kohlekraftwerke und CO2 Ausstoß.

Leseverständnis

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Wissen Lehrer nicht genau, was sie unterrichten müssen?

Aus einem SPIEGEL Interview mit der KMK Vorsitzenden und BW Kultusministerin

‚SPIEGEL: Wis­sen die Leh­re­rin­nen und Leh­rer nicht, was sie un­ter­rich­ten sol­len?

Ei­sen­mann: Vie­le Lehr­kräf­te sa­gen mir, dass sie durch­aus dank­bar wä­ren, wenn man ih­nen ein­mal sag­te, was man ge­nau von ih­nen er­war­tet.‘

Weiter führte sie aus, dass zu stark auf kompetenzorientierten Unterricht abgehoben wurde und zu viele vage offene Unterrichtsformen vorherrschten und Lernstände wenig verglichen werden konnten, da es bspw. keine zentralen Klassenarbeiten gäbe.

‚Speak you fluent English?‘

Bild: Pixabay

Manche nehmen an, dass sie Englisch sehr gut sprechen. Sie schließen dies daraus, dass sie einen geballten englischen Wortschwall schnell und explosionsartig von sich zu geben imstande sind.

Oft macht es aber nicht die Menge der Wörter, sondern auch die richtige Anwendung der Grammatik und Idiomatik aus, ob jemand einigermaßen gut eine Fremdsprache kann.

Im Englischen, so finde ich, sind es auch sehr oft die richtigen Präpositionen im Kontext, die zeigen können, ob sich hinter dem Wortschwall eher Blendwerk oder richtiges Können verbirgt.

Ich habe mal 10 einfache Präpositionen im Kontext zusammengestellt. Wenn man davon mindestens acht richtig anwendet, so ist man meiner Ansicht nach im Alltagsenglisch schon besser als der Durchschnitt.

Möchten Sie sich mal testen? Es ist leichter, als Sie denken.

Ach ja, bevor ichs vergesse, wie lautet eigentlich die Überschrift dieses Blogbeitrages richtig?

Genau: Do you speak English fluently.

Hier geht’s zum Test.

Prepositions

Bildung

Bild: Pixabay

Überall hört man den Ruf nach Bildung. Angeblich gibt es bisher noch nicht genug davon bzw. wird noch nicht genug davon vermittelt. Herr Lindner, der FDP Vorsitzende, hat erst gestern wieder im Fernsehen davon gesprochen und möchte Bildung zum Thema No 1 beim Wahlkampf machen.

Und da wir ein rohstoffarmes Land sind, so wird argumentiert, könnten wir nur mit ‚Brain‘ punkten. Ansonsten würden wir erbarmungslos abgehängt.

Was muss dann zum jetzigen Zeitpunkt getan werden? 

Letztlich scheint die Antwort ganz simpel zu sein. Man muss in das Bildungswesen einfach wesentlich mehr Geld reinpumpen. So schallt es aus den unterschiedlichsten politischen Ecken.

Da ich selber im pädagogischen Bereich tätig bin, beschleicht mich hier ein leises Gefühl des Unbehagens.

Muss nicht zuerst stärker hinterfragt werden, was und wie Bildung vermittelt wird? Was ist überhaupt sinnvolle Bildung? Ist einfach ein Mehr an Unterricht und Betreuung gleich auch mehr an Bildung? Welche Bildungsbereiche müssten in welchen Altersstufen besonders vermittelt werden? Haben die Erziehungsberechtigten immer einen positiven Einfluss auf die Bildung ihrer ihnen anvertrauten Kinder?

Werden Fragen dieser Art nicht hinreichend thematisiert und geklärt, so scheint mir, verpufft viel Geld so einfach mal im Nirwana.

Bildungsangebote und Realität

Wenn man zumindest als Teillehrkraft und auf der anderen Seite als Elternteil in viele Schulen hineinschnuppern kann, so zeigt sich oft ein ähnliches Bild, was die derzeitige Anschaffung von technischen Hilfsmitteln betrifft:

  • Aufwendige teure, schwere Kreidetafeln werden für neu erstellte Klassenräume bestellt oder alte Kreidetafeln werden durch neue ersetzt. Vielleicht auch durch die billigeren analogen Whiteboards.
  • Weitere Tageslichtprojektoren sollen für die zukünftige Arbeit der Lehrer angeschafft werden. (Erstaunlicherweise stoßen hierbei die Schulleitungen auf Lieferengpässe und werden vertröstet.)

Dies sind nur zwei Beispiele aus einer langen Liste.

Besucht man dann die Bildungsmesse, die dieses Jahr in Stuttgart stattfand, so zeigt sich hier eine komplett andere Wirklichkeit. Man hat das Gefühl, dass die eine mit der anderen kaum etwas gemeinsam hat. Das Angebot ist riesig und kann an einem Tag kaum wahrgenommen werden.

Ich sah  keinen Stand an dem noch Kreidetafeln oder Tageslichtprojektoren angeboten wurden.

Der absolute Schwerpunkt lag auf den digitalen Medien. Selbst die Printmedien waren meist digital ergänzt. 

Beeindruckend wurde demonstriert, wie die Digitalisierung, die in den Augen der meisten Anbieter notwendigerweise auch das Bildungswesen bestimmen muss, wenn die Kinder realitätsgerecht auf das spätere Leben vorbereitet werden, auch dominiant im Bildungswesen Einzug finden muss. Und sie passt auch gut zu den Forderungen moderner Erziehungsforscher, was Methodik, Didaktik und Inhalte betrifft.