‚Speak you fluent English?‘

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Manche nehmen an, dass sie Englisch sehr gut sprechen. Sie schließen dies daraus, dass sie einen geballten englischen Wortschwall schnell und explosionsartig von sich zu geben imstande sind.

Oft macht es aber nicht die Menge der Wörter, sondern auch die richtige Anwendung der Grammatik und Idiomatik aus, ob jemand einigermaßen gut eine Fremdsprache kann.

Im Englischen, so finde ich, sind es auch sehr oft die richtigen Präpositionen im Kontext, die zeigen können, ob sich hinter dem Wortschwall eher Blendwerk oder richtiges Können verbirgt.

Ich habe mal 10 einfache Präpositionen im Kontext zusammengestellt. Wenn man davon mindestens acht richtig anwendet, so ist man meiner Ansicht nach im Alltagsenglisch schon besser als der Durchschnitt.

Möchten Sie sich mal testen? Es ist leichter, als Sie denken.

Ach ja, bevor ichs vergesse, wie lautet eigentlich die Überschrift dieses Blogbeitrages richtig?

Genau: Do you speak English fluently.

Hier geht’s zum Test.

Prepositions

Bildung

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Überall hört man den Ruf nach Bildung. Angeblich gibt es bisher noch nicht genug davon bzw. wird noch nicht genug davon vermittelt. Herr Lindner, der FDP Vorsitzende, hat erst gestern wieder im Fernsehen davon gesprochen und möchte Bildung zum Thema No 1 beim Wahlkampf machen.

Und da wir ein rohstoffarmes Land sind, so wird argumentiert, könnten wir nur mit ‚Brain‘ punkten. Ansonsten würden wir erbarmungslos abgehängt.

Was muss dann zum jetzigen Zeitpunkt getan werden? 

Letztlich scheint die Antwort ganz simpel zu sein. Man muss in das Bildungswesen einfach wesentlich mehr Geld reinpumpen. So schallt es aus den unterschiedlichsten politischen Ecken.

Da ich selber im pädagogischen Bereich tätig bin, beschleicht mich hier ein leises Gefühl des Unbehagens.

Muss nicht zuerst stärker hinterfragt werden, was und wie Bildung vermittelt wird? Was ist überhaupt sinnvolle Bildung? Ist einfach ein Mehr an Unterricht und Betreuung gleich auch mehr an Bildung? Welche Bildungsbereiche müssten in welchen Altersstufen besonders vermittelt werden? Haben die Erziehungsberechtigten immer einen positiven Einfluss auf die Bildung ihrer ihnen anvertrauten Kinder?

Werden Fragen dieser Art nicht hinreichend thematisiert und geklärt, so scheint mir, verpufft viel Geld so einfach mal im Nirwana.

Bildungsangebote und Realität

Wenn man zumindest als Teillehrkraft und auf der anderen Seite als Elternteil in viele Schulen hineinschnuppern kann, so zeigt sich oft ein ähnliches Bild, was die derzeitige Anschaffung von technischen Hilfsmitteln betrifft:

  • Aufwendige teure, schwere Kreidetafeln werden für neu erstellte Klassenräume bestellt oder alte Kreidetafeln werden durch neue ersetzt. Vielleicht auch durch die billigeren analogen Whiteboards.
  • Weitere Tageslichtprojektoren sollen für die zukünftige Arbeit der Lehrer angeschafft werden. (Erstaunlicherweise stoßen hierbei die Schulleitungen auf Lieferengpässe und werden vertröstet.)

Dies sind nur zwei Beispiele aus einer langen Liste.

Besucht man dann die Bildungsmesse, die dieses Jahr in Stuttgart stattfand, so zeigt sich hier eine komplett andere Wirklichkeit. Man hat das Gefühl, dass die eine mit der anderen kaum etwas gemeinsam hat. Das Angebot ist riesig und kann an einem Tag kaum wahrgenommen werden.

Ich sah  keinen Stand an dem noch Kreidetafeln oder Tageslichtprojektoren angeboten wurden.

Der absolute Schwerpunkt lag auf den digitalen Medien. Selbst die Printmedien waren meist digital ergänzt. 

Beeindruckend wurde demonstriert, wie die Digitalisierung, die in den Augen der meisten Anbieter notwendigerweise auch das Bildungswesen bestimmen muss, wenn die Kinder realitätsgerecht auf das spätere Leben vorbereitet werden, auch dominiant im Bildungswesen Einzug finden muss. Und sie passt auch gut zu den Forderungen moderner Erziehungsforscher, was Methodik, Didaktik und Inhalte betrifft.

Sprachen nebenher spielerisch lernen

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Und dies am Smartphone. Praktisch für zwischendurch. Als Pausenfüller. Trotzdem effektiv, abwechslungsreich und anregend.
Und dann noch mit spielerischen Komponenten: Vergleich mit Freunden Wer ist schon weiter? Mit täglichem Pensum ( so 10 Minuten) und Erinnerung. Auch zum Hören und Sprechen.
Und auch noch kostenlos. Mit Vorschau und Rückschau: Was kann ich schon und was kommt noch auf mich zu?

Gibt es sowas?
In der Tat. Als App. Und heißt ‚duolingo‘.

Meine Tochter hat sie entdeckt.

Asylbewerber Sprachunterricht – neue Erfahrungen und Eindrücke

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Schüler und Schülerinnen aus obigen Ländern finden sich in unseren Deutsch Sprachkursen.

Sicher sind viele intereressierte Jugendliche darunter, die sich ins Zeug legen, und auch noch zuhause ihre Quizlet Lektionen vom Vormittag auf dem Smartphone wiederholen und üben.

Aber auch nicht wenige der 16-22 Jährigen möchten sich nicht so sehr anstrengen um die deutsche Sprache zu erlernen. Keinesfalls tragen sie sich aber auch mit dem Gedanken, wenn es die Umstände zulassen, bald wieder in ihre Länder zurückkehren zu wollen.

Freundlich aber bestimmt fordern sie dauernd Pausen ein und tun sich schwer sich längere Zeit auf eine Sache zu konzentrieren.

Da sie sich außerhalb des Unterrichts weniger mit der Sprache beschäftigen, müssen Strukturen immer und immer wieder neu wiederholt werden.

Da es so gut wie keine wirklichen Sanktionen und Leistungskontrollen gibt, wird vor allem von den Leistungsschwächeren der Unterricht nicht wirklich ernst genommen.
Dies zeigt sich oft dadurch, dass Pausen überzogen werden oder der Unterricht einfach nicht besucht wird.

Ich weiß, dass diese Art von Beiträgen von den Medien und der Öffentlichkeit nicht so sehr gewünscht oder sogar geächtet wird, trotzdem gehört sie zur gegenwärtigen deutschen Realität dazu.

Und dieser Ausschnitt der Wirklichkeit soll sich keineswegs gegen unsere Asylbewerber richten, sondern lediglich dazu beitragen, unsere Unterstützungsstrategien immer wieder neu auszurichten. Auch und vor allem um unseren jungen Gästen gerecht zu werden.

Deutschunterricht für Asylbewerber

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Nun erteile ich schon über drei Monate Deutschunterricht. Und wir alle, die wir in der Klasse unterrichten machen unsere Erfahrungen.
‚Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen‘ ist vielleicht ein Ausdruck, der die Lage relativ treffend (zumindest in meinen Augen) charakterisiert. Auch der einstige Buchtitel von Günter Grass ‚Aus dem Tagebuch einer Schnecke‘ kommt mir immer wieder in den Sinn.

Welches sind die Gründe für die nur langsamen Fortschritte?

es kommen immer wieder neue Schüler mit keinen oder geringen Kenntnissen der deutschen Sprache hinzu

  • die Schüler sind das stetige konzentrierte Arbeiten nicht so gewohnt wie unsere Schüler (auch wenn wir oft über den Niedergang unseres Schulniveaus klagen)
  •  unsere deutschen Schüler werden durch stetige  Leistungskontrollen  auch unfreiwillig zum Lernen und vor allem Wiederholen des Lernstoffes animiert. Dies fehlt hier völlig.
  • manche Schüler kennen nur wenig oder gar keine Lernkultur.
  • mangelnder Lernfortschritt  zieht keine Konsequenzen nach sich.
  • Vertiefung daheim findet so gut wie nicht statt, kann nicht oder wird nicht eingefordert.
  • manche Schüler bleiben oft dem Unterricht fern

Heute haben wir unsere Schüler/innen erstmals in den PC Raum begleitet und sie in die Bedienung des PCs eingeführt.
Sehr hilfreich ist in diesem Zusammenhang das von mir schon mehrfach gelobte Programm quizlet.com aus California. Hier können auch einfache Inhalte in eine schon vorhandene Programmstruktur (Autorenprogramm) eingegeben werden und dann auf mehrfache Weise auch spielerisch von den Schülern geübt werden. Auch die Aussprache ist mit dabei und zwar in bestem Deutsch.

Ich bin gespannt, ob auch das angenommen wird:
Die Schüler haben die Internetadresse des Programms erhalten und können nun auch auf dem Smartphone mit WLAN Verbindung zuhause üben. Und für alle ist das Smartphone sowieso das wichtigste Medium.
Neugierig geworden?
Die Adresse eines der Programme ist:
https://quizlet.com/116586875

Schulalltag – aus Elternsicht

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Besucht der Nachwuchs heutzutage eine höhere Schule, so ist es allein mit dem Unterricht in der Schule noch nicht getan.

Daheim sind Vokabeln abfragen und auf Klassenarbeit wiederholen angesagt. Oft sind die von den Schülern gefertigten Aufschriebe für die Eltern nicht ganz verständlich und so ist weiteres Recherchieren und Googeln notwendig.

Manchmal wurde auch der Lernstoff nur unzulänglich oder gar nicht verstanden. Mit zunehmender Klassenstufe wird es dann für uns Erwachsene immer schwieriger sich kundig zu machen und zwar so gut, dass wir die Inhalte auch erklären können.

Deshalb ist es nur allzu verständlich, wenn die Forschung festgestellt hat, dass Erfolg in der Schule eng mit dem familiären Background zusammenhängt.
Eltern nicht nur mit guter Bildung sondern auch mit Geduld und Durchhaltevermögen sind vonnöten.