Letzter Tag: In die City von Amsterdam

Huckepack nahmen wir die Räder heute und fuhren 20 km in Richtung Amsterdam mit dem Auto. Von dort waren es dann nochmals 20 km mit dem Rad.

Noch großzügiger sind die Radwege angelegt, je näher zu Amsterdam desto besser. Wir nähern uns der Radler Welthauptstadt.

Noch lebhafter als an den Vortagen wird es. Man muß geradezu lernen sich im Radverkehr zu behaupten. Radler und Fußgänger, vor allem Touristen teilen sich dieselbe Fläche. Es geht oft knapp zu – aber es gibt keinen Unfall. Ein richtiges Chaos aber mit Vorausschau.

 

Zuerst mal geht’s für uns Richtung Norden, wir wollen die zahlreichen Kanäle, Hausboote und modernen Neubauten, die auf Pfählen stehen betrachten.

Danach wieder zurück ins Gewimmel. Überall gibt es beinahe alles gleichzeitig. Grachten, Brücken. Museen, Kirchen, Porno und käufliche Liebe mit ungenierten Offerten in direkter Nachbarschaft zu den Kreuzen der 2 Meter davon entfernten Kirche und gemütliche Lokale zum Draußensitzen. Wieder Unmengen von Fahrradströmen und kaum Autos. Wenn dann nur sehr kleine oder Lieferwagen.

Parkplatz vor einem Kindergarten

Räder findet man aller Art. Typische Hollandräder, verrostete alte Göppel, schicke Mountainbikes und alle Arten von Lastenrädern. Alles wird transportiert: Schrott, Getränkekisten, Möbel aller Art, Baumaterial. Und natürlich Kinder. Es gibt Fahrräder mit Anhängern für bis zu 4 Kindern. Gefahren wird dann trotzdem schnell und meist ohne Motor. Die Hauptverkehrsregel lautet: Behaupte dich.

Amsterdam ist sicher das Paradies für Fotografen. An jeder Ecke entdeckt man tolle Motive mit oder ohne entsprechenden Statisten. Man sieht: Viele Menschen leben so wie sie wollen und lassen sich da nicht reinreden. Wenn man fragt, was das Gegenteil von konform ist, so würde ich sagen Amsterdam.

Man sollte dort unbedingt mehrere Tage verweilen und nicht nur einen Tag wie wir.