Wissen Lehrer nicht genau, was sie unterrichten müssen?

Aus einem SPIEGEL Interview mit der KMK Vorsitzenden und BW Kultusministerin

‚SPIEGEL: Wis­sen die Leh­re­rin­nen und Leh­rer nicht, was sie un­ter­rich­ten sol­len?

Ei­sen­mann: Vie­le Lehr­kräf­te sa­gen mir, dass sie durch­aus dank­bar wä­ren, wenn man ih­nen ein­mal sag­te, was man ge­nau von ih­nen er­war­tet.‘

Weiter führte sie aus, dass zu stark auf kompetenzorientierten Unterricht abgehoben wurde und zu viele vage offene Unterrichtsformen vorherrschten und Lernstände wenig verglichen werden konnten, da es bspw. keine zentralen Klassenarbeiten gäbe.

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Das Diesel Dilemma

Euro 6 war kürzlich noch die Dieselhoffnung. Mit ihr schien noch für längere Zeit das Fahren in Städten erlaubt.

Jetzt ist aber diese Konzession bedroht. Der Schadstoffausstoß scheint auch hier viel zu hoch zu sein. Der Zusatzstoff adBlue scheint Abhilfe zu schaffen. Also noch einen Tank einbauen. Es wird immer komplizierter.

Die Käufer von Neuwagen werden mit Sonderpreisen zum Kauf von Euro 6 Dieseln geködert. Eigentlich irgendwie verständlich. Die müssen ja auch an den Mann gebracht werden. Unklar, eher fraglich ist, ob sie auch in naher Zukunft in den Städten fahren dürfen.

Jetzt erscheint die neue Norm Euro 6d. Sie ist wohl von den Autobauern noch nicht aktualisiert. Gleichzeitig liest man in vielen Foren, dass sie wohl zur Messlatte für das Fahren in Städten wird, wenn man ohne AdBlue fahren möchte.

Fragt sich nur für wie lange.

3. Jahrestag – zum Gedenken

Am 25. Oktober 2014 wurde Reyhaneh Jabari im Iran hingerichtet.

Die letzten 7 Jahre ihres Lebens verbrachte sie im Gefängnis. Sie hatte einen Mann erstochen, einen ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter, der zuvor versucht hatte sie zu vergewaltigen. Sie hatte sich mit einem Messer gewehrt und ihn lebensgefährlich verletzt. Sie hatte den Notdienst noch verständigt, der Mann verstarb aber dann im Krankenhaus.

Sie wurde 26 Jahre alt.

Hätte sie den Vergewaltigungsvorwurf fallengelassen, so wäre die Familie des Vergewaltigers bereit gewesen auf das Todesurteil zu verzichten.

Quelle: Internet und Ramadani (a.a.O.)

Zwei unkonventionelle Franzosen: Macron und Houellebecq

Im neuesten SPIEGEL Interview wurde Macron nach seinen von ihm favorisierten Autoren gefragt. Houellebecq war einer der ersten, der genannt wurde.

Seinen Roman ‚Unterwerfung‘ hatte ich kurz nach seinem Erscheinen in einer Buchhandlung mal kurz angelesen, er hatte mich angesprochen, in der Bücherei war er allerdings nie verfügbar.

Von Macron inspiriert, habe ich ihn jetzt gelesen, fand ihn spannend und lesenswert, da die Thematik hautnah zu unserer Zeit passt.

Er spielt im Jahre 2022 und geht davon aus, dass mangels Alternativen Hollande 2017 nochmals Staatspräsident wurde und da nichts vorwärts ging jetzt 2022 eine „Machtergreifung“ durch den Front Nationale drohte. Um dieser Bedrohung zu begegnen, beschlossen die Sozialisten und Konservativen sich unter Führung der Moslembrüderschaft in ein Bündnis zu begeben.

Anfangs zeigte sich dessen Führer Abbes sehr tolerant gegenüber den anderen Religionen und Weltanschauungen. Subtil wurden aber langsam Führungspositionen mit eigenen Leuten besetzt bzw. Männer an wichtigen Positionen mit Geld oder sexuellen Verlockungen die durch Konvertieren zum Islam gesellschaftlich möglich werden sollten, geködert. Dies war leicht durchführbar, da die westliche Demokratie perspektivelos war und sich in qualvoller Lähmung befand.

Macron hat diesen Roman gelesen bevor er gewählt wurde. Hatte er eine ähnliche Bedrohung gesehen oder erahnt?

BW: Schulischer Absturz auf vorletzten Platz

Im IQB Ländervergleich war BW 2011 noch unter den 5 besten zu finden. Jetzt hat bei dem Vergleich der 4. Jahrgangsklassen der Grundschulen lediglich Bremen noch schlechter abgeschnitten. Das Niveau in ganz D sei gesunken, wobei im Südwesten die Talsohle noch nicht erreicht wäre.

Hektisch wird gleich Besserung von politischer Seite gelobt:

Die Besoldung der Funktionsämter soll auf A 13 angehoben werden, das Studium von 8 auf 10 Semester verlängert und 200 zusätzliche Ausbildungsplätze für Grundschullehrer sollen geschaffen werden.

Dies alles geht aus einem Titelbericht der Schwäbischen Zeitung von heute hervor.

Nach größerem zeitlichen Abstand habe ich heute wieder etwas internen Einblick in eine ländliche Grundschule in BW.

Diese Unterschiede zu früher fallen mir hierbei sofort auf (rein subjektiv):

Die Anzahl der Schüler/innen in einer Klasse hat spürbar abgènommen.

Die Leistungsbereitschaft der Schüler/innen ist extrem heterogen, entsprechend sind es auch die Leistungen selbst.

Viele Schüler/innen haben so gut wie keine Leistungsbereitschaft, wenig Lernmotivation und Konzentrations- und Durchhaltevermögen. Dies ist oft gepaart mit großer negativer Distanzlosigkeit zu den Lehrkräften.

Gleichermaßen sind meiner Beobachtung nach andere Schüler/innen weit selbstständiger, organisierter und vielseitiger interessiert als früher.

Gedanken zum Feierabend

Manchmal habe ich den Eindruck, dass in vielen deutschen Unternehmen Leute sitzen, denen es gutgetan hätte, wenn sie mal was vor die Wand gefahren hätten. Damit sie wissen, wie das läuft. Die sitzen halt da, sind auf ihren Posten unter anderem auch deswegen gelandet, weil sie die richtigen Anzüge getragen haben, morgens immer pünktlich waren und irgendwann mal irgendein Optimierungsprojekt toll hinbekommen haben.

Aus ‚Business Insider“ (Frank Thelen)