‚Schau mer mal‘ – oder in den Souks von Dubai und in Basta Kia

Innenhof in Basta Kia

Was hat ‚Schau mer mal‘ mit Dubai zu tun? Ganz einfach. Das ist ein Spruch den die Händler in den Souks von Deira, einem alten Stadtviertel von Dubai draufhaben, wenn sie einem vermeintlich Deutschen ihre Waren andrehen wollen. Sie schneiden einem den Weg ab oder werfen mir plötzlich ein arabisches Tuch auf den Kopf. Trotzdem bleiben sie sympathisch und alles hat auch einen spielerischen Touch.

Basta Kia ist ein altes schön renoviertes Viertel, historische Behausungen heute zu einem Künstlerviertel verwandelt. Ganz enge Gassen, Windtürme, die als natürliche Klimaanlagen fungieren.

Dann kommt plötzlich ein Dubaier mit weißem Gewand und führt uns in einen geheimnisvollen Innenhof in dem Frauen auf Teppichen Silber verarbeiten oder mit akribischen Stickereien beschäftigt sind. Zuckersüße Datteln und arabischer Kaffee werden gereicht. Alle sitzen auf einem großen Teppich. Es ist ganz ruhig hier.

Wir erfahren viel über das alltägliche Leben, welche Türen für Frauen und Männer bestimmt sind und dass der Handel mit dem nahen Iran trotz politischer Differenzen gut läuft und für beide Länder lebensnotwendig ist und vieles mehr. Er ist ungeheuer unterhaltsam geht gekonnt auf die Jugendlichen ein und gibt sich als vom Staat angestellter Fremdenführer zu erkennen. Ausdrücklich möchte er kein Geld von uns für seine engagierte Leistung.

Crossing the Creek

Die Souks links und rechts des Creeks sind farbenfroh. Gold, Silber, Gewänder und Tücher sind vorherrschend und die Überquerung des Creeks auf einem alten Holzboot stimmungsvoll. Und eine der vielen angebotenen Rolexuhren haben wir dann doch nicht gekauft.

Mit dem pakistanischen Taxifahrer entwickelt sich ein lebhaftes Gespräch auf der Rückfahrt. Er erzählt von seiner Familie in Pakistan, untermalt von Smartphonebildern, will möglichst viel von uns und unserem Leben wissen. Am Hotel gibt es fast schon einen freundschaftlichen Abschied.