Winne two

Winfried Kretschmann, ‚Minischdrbräsident‘ von Baden-Württemberg befindet sich in seiner 2. Amtszeit, weshalb ihm auch vor seiner Aschermittwochsrede im oberschwäbischen Biberach obiger indianischer Titel verliehen wurde. Ein Indianerhäuptling zum zweiten Male gewählt und noch längst nicht amtsmüde.

Wieder einmal sein hervorstechender Charakterzug. Kein wirklich böses Wort an die politischen Gegner, eher Verständnis und Demut. Beim Thema Unterschiedlichkeiten der Religionen in Deutschland sein Verweis auf Lessings Ringparabel. Erst ihr Handeln wird zeigen, was sie wirklich wert sind. Gleichzeitig sein Appell: ‚Tolerant können nur Menschen sein, die eine gefestigte Meinung haben‘.

Seine einstündige Rede ist klar gegliedert. Zuerst geht es um Zusammenhalt, dann um die Notwendigkeit von Innovationen. Der letzte Teil thematisiert die Nachhaltigkeit

Innovation und Nachhaltigkeit gehen Hand in Hand. In BW geht es dabei sehr stark auch um die EMobilität. ‚Wir brauchen eine forcierte Entwicklung weg vom Verbrennungsmotor. Was wäre wenn in  Indien der private Straßenverkehr die gleichen Ausmaße hätte wie in der westlichen Welt?  Die Erde würde kollabieren.Auch deshalb braucht es schnelle, entschlossene und mutige Innovationen.

‚In Indien wird über die Zukunft der Menschheit entschieden, nicht in Baden-Württemberg. ‚

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Aschermittwoch der Grünen in Baden Württemberg

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Traditionell fand er in Biberach in Oberschwaben statt.
Wieder einmal war der Ministerpräsident  Kretschmann der Hauptredner.

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Er versteht es, recht anschaulich sein politisches Konzept zu übermitteln.

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Hier ein paar Beispiele seiner recht anschaulichen Sprache:
Zur Bildungspolitik:
Eltern und Lehrer sollten an einem Strang ziehen, wenn möglich in die gleiche Richtung.
Zur Asylpolitik, wenn sie nur düster und bedrohlich gesehen wird:
Das Glas muss auch mal als halbvoll nicht immer nur als halbleer gesehen werden.
Schwierige Zeiten wie jetzt erfordern auch ein Zusammenhalten und Kompromissfähigkeit der politischen Parteien.

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Zur wirtschaftlichen Zukunft von BW und Deutschland:
Silicon Valley und auch China fordern vor allem den deutschen Mittelstand schwer heraus, bei großer Anstrengung haben wir aber gute Chancen mitzuhalten.

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Noch nie ging es uns über einen so langen Zeitraum so gut wie heute.

Politiker mit Weitblick: Ministerpräsident Kretschmann

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Im passenden Ambiente (Stadthaus Ulm) stellte sich der Ministerpräsident von BW am Dienstag den Fragen von zwei Zeitungsmachern.

Und er zeigte in der Tat jenen Weitblick, dessen Schriftzug auch momentan das Stadthaus in Ulm ziert.

Er lässt sich vor keinen Karren spannen: Er kritisierte den Vorschlag der jungen Grünen, das Gymnasium abzuschaffen. Seiner Meinung nach kann man nicht autoritär von oben gegen den Willen der Bevölkerung das Gymnasium beseitigen. Dies ist seiner Meinung nach kein demokratisches Agieren.

Er ist sich nicht zu schade, die Asylpolitik von Angela Merkel lobend zu erwähnen.

Er stellt sich nicht als der große Macher dar, der auf sämtliche Probleme eine Antwort und Lösungsstratgie parat hat.

Und auch der Begriff Demut in der Politik ist für ihn angebracht.

Vielleicht machen ihn gerade diese Punkte für den überwiegenden Teil der Bevölkerung so sympathisch.

Politischer Aschermittwoch in Biberach

Wie jedes Jahr seit nunmehr 20 Jahren veranstalten die GRÜNEN ihren württembergischen Aschermittwoch in Biberach. Immer sind namhafte Landespolitiker und auch einige Bundespolitiker präsent.
Im Mittelpunkt stand auch dieses Jahr wieder der Auftritt des einzigen deutschen grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann. Es wird deutlich, dass er sich großer Beliebtheit auch über die Parteigrenzen hinweg erfreut. Seine Rede ist weitgehend frei von Polemik gegenüber anderen Parteien, voller Beispiele aus dem täglichen Leben und trotzdem mit einer Portion Tiefgang.
Angenehm ist, dass er sich nur schwerlich in eine Schublade einordnen lässt. So hat er durchaus auch lobende Worte für den politischen Gegner übrig (bspw. Angela Merkel) und wichtige Botschaften über die Landesgrenzen hinweg.
Europa muss stärker von einem Wirtschaftsinteressenverband zu einer Wertegemeinschaft werden, andere Religionsgemeinschaften dürfen wohl kritisiert, müssen aber nicht bis aufs Messer gereizt werden, vor allem wenn man weiß, was die eine oder andere Religion für deren Anhänger bedeutet.
Die Wirtschaft wird nicht in eine reaktionäre Ecke gestellt. Ihr Wert wird deutlich, wenn sie die Umweltvorgaben der Politik umsetzen. Ihre Wettbewerbsfähigkeit wird vergrößert, indem sie die Forschung vorantreibt und neue Produkte entwickelt, die der Umwelt zugute kommen können.
‚Der Ministerpräsident in Baden-Württemberg fährt nun mal einen Daimler!‘ Der Schadstoffausstoß seines neuen Mercedes Dienstwagens beträgt nur noch ein Fünftel von dem seines Vorgängers.