Donau Radweg Passau-Wien Teil 5

Am letzten Abschnitt vor Wien, der wieder knapp über 70 km in Anspruch nahm, wirkt die Donau wieder sehr zivilisiert und begradigt.

Die Strecke wäre mal wieder weniger abwechslungsreich, wenn nicht langsam in den anliegenden Orten etwas Großstadtflair einzöge. Das nahende Wien lässt sich ahnen.

Großzügige Parkanlagen, Villen, gepflegte Anliegestellen für die Donauschiffe bieten einen großen Kontrast z.B. zum erst kürzlich besuchten Marbach. Reihen von Ferienhäusern mit Donaublick meist au Stelzen gebaut und großzügigen Gärten werden von den jetzt zahlreicheren Fahrradgruppen passiert.

Vor Wien dann überrascht ein großes Netz an Fahrradwegen. Die Beschilderung war für uns allerdings mehr als verwirrend. Wieder mal zeigte komoot, unsere App, spielend leicht den Zickzackweg durch Wien und auf die Donauinsel zu unserem Hotel, welches wir bereits am Tag zuvor sogar mit Namen eingeben konnten. Welch ein Komfort!

Eine Brücke über die Donau war schön breit extra nur für den Autoverkehr neu erbaut. Trotzdem drängten und stauten sich dort und lärmten die teuren breiten Kisten.

Die alte viel schmälere ehemalige Autobrücke hingegen war jetzt für Fußgänger und Radler neu hergerichtet. Sie bot jede Menge Platz sowohl zum Verweilen als auch Überqueren: per Pedes oder Rad. Man spürte: Mobilität wird hier neu gedacht und auch bereits neu realisiert. Auf längeren Raddistanzen erscheinen vor allem die dicken Verbrenner immer mehr als Dinosaurier.

Sehr viele Wiener, nicht nur junge, flitzen mit ihren Rädern durch die Stadt, kommen durch intelligente Wegführung leicht über riesige Kreuzungen (die Autos haben immer noch breite gerade mehrspurige Pisten) und benutzen oft auch die bereitgestellten Leihräder, für kürzere Strecken sogar zum Nulltarif.

Unser erster Eindruck von Wien: bombastische futuristische Hochhausviertel, alte herrschaftliche habsburgische Gebäude mit Stuck und Ornamenten, jede Menge Wasser, seenartige Flussläufe mit großem Freizeitwert.

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Ein Tag auf der Nordseeinsel Föhr

ist ein schöner Ausflug z.B. vom Hafen Dagebüll aus. Mit der Fähre erreicht man die Insel in einer knappen Stunde.

Empfehlenswert ist die Erkundung sicherlich mit dem Fahrrad. Entweder mit dem eigenen, welches man auf der Autofähre bequem mitnehmen kann oder man mietet sich einfach eines bei den zahlreichen Radstationen auf Wyk dem Haupt- und Ankunftsort.

Entschließt man sich zu der großen Tour dann sind es gerade mal 40 km, die man verteilt auf den ganzen Tag zurücklegen muss. Wenn man dann wie wir einen spätsommerlichen sonnigen und windfreien Tag erwischt, fühlt man sich beim Fahren wie auf einem Ebike.

Topfeben führt die Strecke durch malerische Dörfer mit hübschen Vorgärten, lauschigen Cafés und Biergärtchen. Besonders schön ist die Bauernhofgastronomie. Man sitzt da bei hausgebackener Torte oder Käse aus eigener Produktion.

Hin und wieder gibt es weite Ausblicke auf die Halligwelt oder die nahen Inseln Sylt und Amrum.

Kurz bevor die letzte Fähre um 18:00 Uhr die Tagesbesucher zurück zum Festland bringt, bummelt man noch über die stark besuchte Wyker Strandpromenade mit großem Gastronomieangebot, Shantychor und anderer Livemusik.

Mit dem Fahrrad IX: Von Ulm an die Nordsee

Die Unterkunft in einer Pension hat wieder einmal Vorteile gegenüber der Übernachtung im Gasthaus. Zwar muss das Badezimmer mit anderen Gästen geteilt werden, dafür ist der Kontakt zu den Gastgebern enger und wir bekommen wertvolle Hinweise für unseren Besichtigungstag im Hamburger Hafen.

Die Tageskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel bekommen wir direkt vom Vermieter und der Hinweis auf die Hamburg App leistet wertvolle Dienste und Ochsenwerder mit kleinen kurvigen Wegen und hübschen reetgedeckten Häusern und lauschigen stimmungsvollen Wasserflächen hat großen Charme und man hat gar nicht das Gefühl in der Nähe einer Großstadt zu sein.

Am nächsten Morgen nach gutem Frühstück im grünen Wintergarten geht’s dann mit Bus U und S Bahn zu den Landungsbrücken.

Auch wenn wir das übliche touristische Programm absolvieren, macht uns die Hafenfahrt in der kleinen Barkasse riesigen Spass. Durch die Speicherstadt kurven wir in den vielen Kanälen, bestaunen von ganz weit unten die riesigen Militär- und Kreuzfahrtschiffe. Es spritzt und schaukelt – man ist ganz nah am Wasser.

Zumindest ein Teil der beeindruckenden Elbphilharmonie kann auch von innen besucht werden und die Besucherterassse bietet einen breiten Ausblick auf die Hafenszenerie. Der Inhaber unsere Pension hatte uns schon vorgewarnt: ‚Hamburg ist die schönste Stadt der Welt‘.

Noch etwas an den Landungsbrücken entlang vorbei an bunten Häusern der Autonomen geht’s noch zu Inas Nachtcafé.

Wir gehen durch eine Unterführung, bewohnt von zahlreichen Obdachlosen, die auf einem Feuerchen ihr Nachtmahl zubereiten. In der Schanzenstraße lassen wir den Tag in einem urigen griechischen Lokal ausklingen.

Ein Familienurlaub der Zukunft?

Wir erträumten uns neulich einen Familienurlaub der Zukunft.

Gebucht wird ein schwedisches kleines Haus an der Nordseeküste inmitten einer größeren Ferienhaussiedlung. 

Die mit der Vermietung beauftragte Gesellschaft bietet Kompaktreisen an. Die Mobilität ist bereits inbegriffen. 

Räder und Gepäck werden am Heimatort bereits ein paar Tage vor Antritt der Reise aufgegeben oder von zuhause abgeholt.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Leihwagen geht’s am 1. Ferientag zum Bahnhof. Ohne Gepäck und Räder auch mit Kindern ein Leichtes.

Nach entspannter Zugfahrt erreicht man nach 7 oder 8 Stunden den Ferienort und findet dort bereits einen kleinen Elektrowagen vor mit dem man bequem zum Ferienhaus fährt.

Im Ferienhaus stehen die Koffer schon zum Auspacken bereit, die Fahrräder warten im angrenzenden Schuppen auf die erste Ausfahrt.

Da die anderen Feriengäste auf ähnliche Weise unterwegs sind und der Ferienpark mehr als 30 Ferienhäuser umfasst, lohnt sich der kleine Elektrofuhrpark am Rande des Parks von dem man unkompliziert per Smartphone kurzfristig bei Bedarf einen Wagen ordert.

Die Mehrkosten fallen unter dem Strich gar nicht so sehr ins Gewicht, da man auch Zuhause keine eigenen Autos mehr besitzt, sondern nur noch nach Erfordernissen  einen passenden fahrbaren Untersatz ordert.

Tja ich weiß, das ist alles nur blauäugig, sind pubertäre Fantasien –

Ab jetzt haben wieder die Bedenkenträger das Sagen!

USA Reise und Kinder

Mehr zum Thema siehe ‚USA with Kids‘ (zum Herunterklappen!)

  • Kinder stecken die teilweise großen Anstrengungen leicht weg
  • laut eigener Einschätzung trauen sie sich jetzt wesentlich mehr zu, gehen weniger ängstlich auf Neues ein
  • setzen andere Schwerpunkte als Erwachsene: schauen nicht immer zum Fenster hinaus, wenn die Landschaft besonders imposant ist, manchmal ist das  Smartphone Spiel wesentlich interessanter (wird jetzt von den Kindern heftig dementiert!!)
  •  freuen sich oft auch an kleinen Dingen, die anders als in D. sind
  •  genießen das Leben in den unterschiedlichen Unterkünften
  •  bestaunen und gewöhnen sich an das oft andersartige Frühstück
  •  setzen auch beim Fotografieren andere Schwerpunkte
  •  gehen ganz selbstverständlich damit um, dass sie zu ihren Freunden daheim abends über Whatsapp Kontakt halten können.
  •  stecken gelassen etwaige ‚Unebenheiten‘ weg und verhalten sich ganz ruhig auch bei einer auf den ersten Blick schwereren Autopanne, bei der aufs Erste kein Ausweg zu sein scheint.
  •  auf die Frage, was war das Beste im Urlaub kommt die Antwort: einfach alles!

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