8. Tag: Mit dem Rad nach Amsterdam: das Finale

Mit dem Rad nach Amsterdam 8.Tag

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6. Etappe: Mit dem Rad nach Amsterdam

6. Etappe nach Amsterdam

Mit dem Rad von Süddeutschland nach Amsterdam

Bild: Pixabay

Warum muss eine Radtour immer nach Süden führen? Gerade für Radinteressierte macht Amsterdam auf sich neugierig.

Mehr Platz für Radler als für Autos, Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten wie Grachten, Siedlungen mit Verbindungswegen auf Wasserflächen, belebte Straßenszenen, Museen, Parks. Dies alles mal nicht nur in Medien betrachten, sondern einfach vor Ort.

Booking.com und Bett and Bike sorgen für die 7 Quartiere während der Anfahrt. AirBnB konnte uns nicht so recht weiterhelfen. Deren Unterkünfte waren weniger auf nur eine Nacht ausgerichtet.

Die Strecke dorthin verspricht reizvoll zu sein. Zumeist am Rhein entlang bietet sie weniger Steigungen als pitoreske Szenerie. Alleinig die erste Etappe bis in die Nähe Pforzheims scheint mit vielen Höhenmetern aufzuwarten. Aber diesmal haben wir auch ein Pedelec dabei.

Südwestlich von Amsterdam haben wir uns eine knappe Woche in einer Feriensiedlung vom Anbieter Landal eingemietet. 15 km sind es von dort nach Amsterdam. Natürlich auf ebenen Fahrradwegen.

Mit dem Auto, die Räder huckepack geht’s danach wieder die 700 km zurück nach Hause.

Von Noosa schnell Richtung Sydney

Ganz schnell wird klar, dass auch eine länger bemessene Ferienzeit endet. Leider scheinen die Tage gegen Schluss immer schneller zu vergehen.

Cairns und der Regenwald mit Yungoburra waren für uns sehr attraktiv gewesen und so mussten wir uns nach Noosa etwas sputen.

Knapp 500 km täglich waren ohne weiteres drin, vor allem deshalb, da auch der Motorway nun langsam 4spurig wurde und ein schnelleres Vorankommen ermöglichte. Auch die 2 Übernachtungen in kleineren Motels mitten auf dem Land hatten ihren Reiz. Ein kleiner Krämerladen mit Kneipe, lange Güterzüge mit Dieselloks vermittelten Wildweststimmung.

Die schweren Roadtrains hatten es immer besonders eilig und schienen keine Geschwindigkeitsbegrenzungrn zu kennen.

Von Noosa reichte eine Übernachtung auf dem Weg nach Sydney. Die letzten 30 km bis zu unserem gebuchten Motel werde ich wohl so schnell nicht vergessen. Kurz vor 6 wird es dort immer ganz schnell stockfinster. Man ist schon müde nach dem langen Fahren, den vielen Eindrücken, die Fahrbahn ist schmal und uneben, die Sicht miserabel und der Linksverkehr bleibt auch nach 3000 km noch immer etwas gewöhnungsbedürftig.

Auch hier zeigt sich die Liebe zum Kreisverkehr. Obwohl man sich auf dem Motorway befindet, wird man abrupt gezwunggen durch den Kreisverkehr anderen die Vorfahrt zu geben. Oft gibt es 4 bis 5 Roundabouts hintereinander.

Donau Radweg Passau-Wien Teil 5

Am letzten Abschnitt vor Wien, der wieder knapp über 70 km in Anspruch nahm, wirkt die Donau wieder sehr zivilisiert und begradigt.

Die Strecke wäre mal wieder weniger abwechslungsreich, wenn nicht langsam in den anliegenden Orten etwas Großstadtflair einzöge. Das nahende Wien lässt sich ahnen.

Großzügige Parkanlagen, Villen, gepflegte Anliegestellen für die Donauschiffe bieten einen großen Kontrast z.B. zum erst kürzlich besuchten Marbach. Reihen von Ferienhäusern mit Donaublick meist au Stelzen gebaut und großzügigen Gärten werden von den jetzt zahlreicheren Fahrradgruppen passiert.

Vor Wien dann überrascht ein großes Netz an Fahrradwegen. Die Beschilderung war für uns allerdings mehr als verwirrend. Wieder mal zeigte komoot, unsere App, spielend leicht den Zickzackweg durch Wien und auf die Donauinsel zu unserem Hotel, welches wir bereits am Tag zuvor sogar mit Namen eingeben konnten. Welch ein Komfort!

Eine Brücke über die Donau war schön breit extra nur für den Autoverkehr neu erbaut. Trotzdem drängten und stauten sich dort und lärmten die teuren breiten Kisten.

Die alte viel schmälere ehemalige Autobrücke hingegen war jetzt für Fußgänger und Radler neu hergerichtet. Sie bot jede Menge Platz sowohl zum Verweilen als auch Überqueren: per Pedes oder Rad. Man spürte: Mobilität wird hier neu gedacht und auch bereits neu realisiert. Auf längeren Raddistanzen erscheinen vor allem die dicken Verbrenner immer mehr als Dinosaurier.

Sehr viele Wiener, nicht nur junge, flitzen mit ihren Rädern durch die Stadt, kommen durch intelligente Wegführung leicht über riesige Kreuzungen (die Autos haben immer noch breite gerade mehrspurige Pisten) und benutzen oft auch die bereitgestellten Leihräder, für kürzere Strecken sogar zum Nulltarif.

Unser erster Eindruck von Wien: bombastische futuristische Hochhausviertel, alte herrschaftliche habsburgische Gebäude mit Stuck und Ornamenten, jede Menge Wasser, seenartige Flussläufe mit großem Freizeitwert.