Tage 9 und 10: Ausflüge von Landal Dunimar nach Leiden und Haarlem

brueckeLeiden

Landal Dunimar liegt günstig für Tagestouren mit dem Fahrrad und jeweils wieder zurück.

 

Die erste Tour führte über die Dünen von Nordwijik bis Leiden. Zuerst gleich die Dünenlandschaft und trotzdem ohne stärkeren Wind. Auch hier ist die Wegelandschaft prima ausgebaut. Alles flach, breite Radwege mit entsprechend guter Oberfläche. Interessante Szenerie an der See mit gemütlich zünftiger Einkehrmöglichkeit.

Gleichermaßen abwechslungsreich geht’s dann bis zum Zentrum von Leiden. Inzwischen schon gewohntes Bild. Wie auch bei uns nimmt der Verkehr explosionsartig zu. Man muss aufpassen beim Anfahren, links und rechts und quer vor einem. Nur einen großen Unterschied gibt es: es gibt kaum Autos aber eine noch nie erlebte Anzahl von sich gleichzeitig bewegenden Fahrrädern.

Photostory 2019-07-07Und immer wieder diese malerischen kleinen Bogenbrücken, deren Geländer aus Rädern zu sein scheinen .

Sitzt man auf einem der wohl für immer fest vertäuten Frachtkähne und trinkt dort einen überraschend guten aromatischen Kaffee kann einem wohl gar nie langweilig werden. Radler, Boote, Fußgänger bieten ein sich stetig wandelndes buntes Bild. Und wenn dann, wie bei uns, es auch noch warm und sonnig ist, so fühlt man sich eher wie im Süden als im Norden und sucht sich einen Platz im Schatten.

leidenwegAch, die Tage verfliegen, auf kurzem Wege geht’s wieder zurück, etwa 20 km. Gemütlich gibt’s noch ein schnelles Essen im Ferienhaus. Im Supermarkt (hier vor allem LIDL) hatten wir schon für mehrere Tage eingekauft. Deutsche Supermärkte scheint es weltweit zu geben. In Australien kaufte man am leichtesten bei ALDI ein. Aber immerhin vor allem regionale Produkte. Hier waren vor allem exquisite Käsesorten und aromatische Tomaten hervorzuheben.

harlem4Am nächsten Tag waren es insgesamt nur um die 30 km. Und es ging nach Haarlem, dem Namensgeber von Harlem, welches wir in New York leider nicht besuchten.

Etwas größer als Leiden mit schönem Rathaus und zentralem Platz, alten ehrwürdigen Kirchen. Beim Besuch des Touristikbüros bekamen wir gleich ganz individuell extra Infos zur Stadt von älteren wohl ehrenamtlichen Helfern, die uns hoch motiviert viele interessante Episoden zum Besten gaben. Für mich immer wieder erstaunlich. Holländisch klingt oft ganz ähnlich wie deutsch und man konnte im Café oft die Grundzüge eines Gespräches am Nebentisch mitverfolgen, wenn man richtig erahnte, worum es ungefähr ging. Und trotzdem: Holländer sprechen oft etwas deutsch, doch sind sie erleichtert, wenn man ihnen signalisiert, dass sie auch gern auf Englisch switchen dürfen.

Interessant immer wieder die Parksituation. Für Autos gibt es wenig Plätze und nur für kurze Zeit. Fahrräder parken meist an Geländern oder in riesigen Knäueln. Aber es gibt auch viele Parkhäuser für Räder. Hier werden sie überwacht und oft auch übereinander geparkt. In speziellen Vorrichtungen natürlich, so dass sie sich nicht berühren oder gar beschädigen.

Die Tage vergehen schnell, wenn man mit dem Zweirad unterwegs ist, für ausgedehntere Besichtigungen bleibt wenig Zeit, da man länger fahrenderweise beschäftigt ist. Aber auch die Strecke zum Zielort wird viel lebendiger aus der Perspektive des Radlers als des nur auf den Verkehr achtenden Autolenkers.

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