Pedelec: Erstes Resümee nach knapp 1000 gefahrenen Kilometern

Vor dem Kauf: Skepsis, ob so ein Gefährt wirklich Sinn macht. Radfahren soll doch sportlich sein. Ist dies mit einem Pedelec noch gegeben?

Gerade wenn man wie wir auf einer Anhöhe wohnt, werden gerade die letzten Kilometer nach einer längeren Tour zur Qual. Nach etlichen km Fahrt heißt es schließlich auch noch den letzten Berg zu erklimmen. Oder mal kurz nach unten zum Einkaufen fahren. Ohne zusätzliches Gewicht geht’s nach unten, mit schweren Einkaufskörben wieder nach oben. Bisher immer ein gutes Argument für die Benützung des Autos.

Hier genau liegt die Hauptstärke des Pedelec. Mit wesentlich geringerer Mühe geht es jetzt nach oben und so mancher Einkauf wird mit Rad unter Strom erledigt.

Selbst größere Anfahrten wie der 20 km Weg zum Tennisplatz werden zwar nicht immer aber immer öfter mit dem Rad erledigt. Gerade hier kann man mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca 22 km/h rechnen.

Resümee also: durchwegs positiv, die Reichweite ist bei Eco Betrieb weit über 200 km, nicht endende Bergstrecken gehören der Vergangenheit an und sportliche Betätigung ist es dennoch. Der Motor ist nur bereit etwas zu unterstützen, ohne Treten läuft aber gar nichts.

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Donau Radweg: von Passau nach Wien – Resümee

Dies war sicher ein kürzerer Urlaub der besonderen Art. Aktiv und doch nicht stressig. Im Schnitt 70 km pro Tag, nahezu eben und mit Luft für eine Rast mal hier mal dort. Landschaft wie man sie sich abwechslungsreicher gar nicht vorstellen kann und wer meint, der Donau Radweg wäre total überlaufen täuscht sich. Die wenigen Radler stellten eher eine Bereicherung dar. Schnell kommt es zum kurzen Plausch und man erfährt noch hilfreiche Tipps. Unser Pedelec war eher unterfordert.

Ursprünglich hatte ich vor, die ganze Reise selbst zu organisieren. Stellte aber schnell fest, dass dies aufgrund der vielen Angebote unnötig ist. Bei unserer individuell durchgeführten aber organisierten Tour gab es entscheidende Vorteile.

Das Auto blieb in einem umzäunten Betriebsgelände. Gepäck wurde jeweils in die nächste Unterkunft gebracht. Die abendliche Halbpension bestand aus 3 Gängen mit Wahlmöglichkeiten. Die Quartiere waren liebevoll ausgesucht. Und für uns ganz entscheidend: mit einem Kleinbus mit Radanhänger wurden wir ab Wien vom Hotel aus die rund 300 km direkt vor unser Auto zurückgebracht. Die Organisation funktionierte prächtig. Und der Preis lag pro Person unter 500 Euro.

Also auch für Nichtsportler absolut nachahmenswert!

Donau Radweg Passau-Wien Teil 5

Am letzten Abschnitt vor Wien, der wieder knapp über 70 km in Anspruch nahm, wirkt die Donau wieder sehr zivilisiert und begradigt.

Die Strecke wäre mal wieder weniger abwechslungsreich, wenn nicht langsam in den anliegenden Orten etwas Großstadtflair einzöge. Das nahende Wien lässt sich ahnen.

Großzügige Parkanlagen, Villen, gepflegte Anliegestellen für die Donauschiffe bieten einen großen Kontrast z.B. zum erst kürzlich besuchten Marbach. Reihen von Ferienhäusern mit Donaublick meist au Stelzen gebaut und großzügigen Gärten werden von den jetzt zahlreicheren Fahrradgruppen passiert.

Vor Wien dann überrascht ein großes Netz an Fahrradwegen. Die Beschilderung war für uns allerdings mehr als verwirrend. Wieder mal zeigte komoot, unsere App, spielend leicht den Zickzackweg durch Wien und auf die Donauinsel zu unserem Hotel, welches wir bereits am Tag zuvor sogar mit Namen eingeben konnten. Welch ein Komfort!

Eine Brücke über die Donau war schön breit extra nur für den Autoverkehr neu erbaut. Trotzdem drängten und stauten sich dort und lärmten die teuren breiten Kisten.

Die alte viel schmälere ehemalige Autobrücke hingegen war jetzt für Fußgänger und Radler neu hergerichtet. Sie bot jede Menge Platz sowohl zum Verweilen als auch Überqueren: per Pedes oder Rad. Man spürte: Mobilität wird hier neu gedacht und auch bereits neu realisiert. Auf längeren Raddistanzen erscheinen vor allem die dicken Verbrenner immer mehr als Dinosaurier.

Sehr viele Wiener, nicht nur junge, flitzen mit ihren Rädern durch die Stadt, kommen durch intelligente Wegführung leicht über riesige Kreuzungen (die Autos haben immer noch breite gerade mehrspurige Pisten) und benutzen oft auch die bereitgestellten Leihräder, für kürzere Strecken sogar zum Nulltarif.

Unser erster Eindruck von Wien: bombastische futuristische Hochhausviertel, alte herrschaftliche habsburgische Gebäude mit Stuck und Ornamenten, jede Menge Wasser, seenartige Flussläufe mit großem Freizeitwert.

Ein paar praktische Erkenntnisse für mehrtägige Radtouren

  • Wir werden unbedingt Kettenöl oder Fett mitnehmen. Besonders nach längeren Fahrten im Regen quietscht die Kette schnell
  • Pensionen verband ich immer mit miefiger Gemütlichkeit und unfreiwilliger Familienmitgliedschaft. Dies trifft aber kaum noch zu. Moderne abgeschlossene Zimmer mit Nasszellen herrschen vor. Wir bevorzugten Übernachtung ohne Frühstück
  • Bäckereien mit angeschlossenen Selbstbedienungscafés hochmodern mit Toiletten, Abstellplätzen für Fahrräder bieten tolle individuelle Frühstücksmöglichkeiten.
  • Auch große Supermarktketten haben angeschlossene Cafés und bequeme Sitzmöglickeiten drinnen und draußen. Seine Räder mit Gepäck hat man dabei praktisch bei sich.

Mit dem Fahrrad X, XI, XII: Von Ulm an die Nordsee nach Dagebüll

Von Ochsenwerder östlich vom Zentrum führt der Weg durchs Grüne ohne Autoverkehr bis zu den Landungsbrücken von Hamburg Altona. Vorher geht’s noch direkt vorbei am SPIEGEL und ZDF nach Blankenese und Wedel. Die Strecke ist nahezu eben und führt malerisch an der Elbe entlang bis nach Glückstadt. Kurz vor Brokdorf müssen wir nach Norden weg vom Wasser, da unsere nächste Unterkunft in Wilster liegt.

Strecke ca 100 km. Kaum Steigungen, landschaftlich reizvoll und abwechslungsreich.

Der nächste Tag ist unser letzter anstrengender mit etwas über 100 km. Aber auch heute gibt es eigentlich keine Steigungen, das Wetter ist freundlich und der Gegenwind bleibt aus. Von Wilster geht es vor Burg zur Nord-Ostsee Fähre, die uns sogar kostenfrei ans andere Ufer bringt.

Weiter geht’s über Quickborn und mitten durch das Hafengebiet von Husum über eine Eis Pause in Friedrichstadt bis nach Breklum welches nur noch 35 km von unserer Ferienwohnung in Dagebüll liegt. Wir übernachten in einer exzellenten Pension, die sich auch noch als die preiswerteste unserer ganzen Tour erweist.

Am letzten Tag radeln wir die letzten 35 km immer ziemlich der Küste entlang, verscheuchen Schafe auf dem Weg – anhalten, Gatter auf, Gatter zu und erreichen bei strahlender Sonne Dagebüll schon kurz nach zwölf.

Unsere Belohnung und als Überbrückung der Zeit bis wir unsere Ferienwohnung beziehen können:

Insgesamt haben wir jetzt 1096 km zurückgelegt. 24 weniger als beim letztenmal.

Dürfen Wahlentscheidungen direkte Konsequenzen für Einzelne haben?

Bild: Pixabay

Gestern las ich in einer namhaften deutschen Zeitung, wie sehr viele im Tourismusgewerbe Tätige in der Türkei darunter litten, dass viele Hotels und Ferienresorts nur noch zu etwa 10 % ausgelastet wären. Gerade in diesem Lande wären die Sozialsysteme nicht so gut ausgebaut wie etwa in Deutschland und so stelle sich die Lage schon beinahe existenzbedrohend dar.

Erdogan kann nun nicht vorgeworfen werden, er hätte seine Zielsetzungen vor der Wahl verschleiert oder nicht deutlich gemacht. Mögliche Konsequenzen konnten also leicht erkannt werden. Eine davon war wohl eine Ablehnung des entstehenden autokratischen  Systems durch demokratische Staaten. Trotzdem stimmte eine deutliche Mehrheit für ihn.

Gilt jetzt der Grundsatz:

‚Helft ihnen, denn sie wussten nicht, was sie tun?‘ – und macht jetzt erst recht Urlaub in der Türkei?

La Granja – ein Höhepunkt im Urlaub auf Mallorca

Ein alter Gutshof, eigentlich ein ganzes komplettes Dorf aus dem 18. bzw. 19. Jahrhundert in abgeschiedener aber einzigartiger Lage am Ende eines kleinen Tales.

Ein Rundgang durch die über 60 Räume und Keller und handwerklichen Werkstätten. Der Besucher erfährt über zwei Stunden lang eine authentische Zeitreise in die Vergangenheit. 

Wasser spielt eine ganz wichtige Rolle hier. In den Parks gibt es unzählige Springbrunnen und Wasserläufe. Gleichzeitig dienten die vom Berg kommenden Wasserressourcen auch der Energiegewinnung. Per Wasserräder wurden und werden immer noch Räder angetrieben. Riemen stellen die Verbindung zu vielen immer noch intakten Geräten her. 

In den 15 Euro Eintrittsgebühren sind auch die Kostproben zu zahlreichen dort produzierten Lebensmitteln enthalten. Köstliche Krapfen, Käse, Wurst und Wein.

Am besten kommt man mit dem Leihwagen dorthin. Mehr als eine Stunde Anfahrtsweg sind es von keiner Stelle der Insel.