Zwei unkonventionelle Franzosen: Macron und Houellebecq

Im neuesten SPIEGEL Interview wurde Macron nach seinen von ihm favorisierten Autoren gefragt. Houellebecq war einer der ersten, der genannt wurde.

Seinen Roman ‚Unterwerfung‘ hatte ich kurz nach seinem Erscheinen in einer Buchhandlung mal kurz angelesen, er hatte mich angesprochen, in der Bücherei war er allerdings nie verfügbar.

Von Macron inspiriert, habe ich ihn jetzt gelesen, fand ihn spannend und lesenswert, da die Thematik hautnah zu unserer Zeit passt.

Er spielt im Jahre 2022 und geht davon aus, dass mangels Alternativen Hollande 2017 nochmals Staatspräsident wurde und da nichts vorwärts ging jetzt 2022 eine „Machtergreifung“ durch den Front Nationale drohte. Um dieser Bedrohung zu begegnen, beschlossen die Sozialisten und Konservativen sich unter Führung der Moslembrüderschaft in ein Bündnis zu begeben.

Anfangs zeigte sich dessen Führer Abbes sehr tolerant gegenüber den anderen Religionen und Weltanschauungen. Subtil wurden aber langsam Führungspositionen mit eigenen Leuten besetzt bzw. Männer an wichtigen Positionen mit Geld oder sexuellen Verlockungen die durch Konvertieren zum Islam gesellschaftlich möglich werden sollten, geködert. Dies war leicht durchführbar, da die westliche Demokratie perspektivelos war und sich in qualvoller Lähmung befand.

Macron hat diesen Roman gelesen bevor er gewählt wurde. Hatte er eine ähnliche Bedrohung gesehen oder erahnt?

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BW: Schulischer Absturz auf vorletzten Platz

Im IQB Ländervergleich war BW 2011 noch unter den 5 besten zu finden. Jetzt hat bei dem Vergleich der 4. Jahrgangsklassen der Grundschulen lediglich Bremen noch schlechter abgeschnitten. Das Niveau in ganz D sei gesunken, wobei im Südwesten die Talsohle noch nicht erreicht wäre.

Hektisch wird gleich Besserung von politischer Seite gelobt:

Die Besoldung der Funktionsämter soll auf A 13 angehoben werden, das Studium von 8 auf 10 Semester verlängert und 200 zusätzliche Ausbildungsplätze für Grundschullehrer sollen geschaffen werden.

Dies alles geht aus einem Titelbericht der Schwäbischen Zeitung von heute hervor.

Nach größerem zeitlichen Abstand habe ich heute wieder etwas internen Einblick in eine ländliche Grundschule in BW.

Diese Unterschiede zu früher fallen mir hierbei sofort auf (rein subjektiv):

Die Anzahl der Schüler/innen in einer Klasse hat spürbar abgènommen.

Die Leistungsbereitschaft der Schüler/innen ist extrem heterogen, entsprechend sind es auch die Leistungen selbst.

Viele Schüler/innen haben so gut wie keine Leistungsbereitschaft, wenig Lernmotivation und Konzentrations- und Durchhaltevermögen. Dies ist oft gepaart mit großer negativer Distanzlosigkeit zu den Lehrkräften.

Gleichermaßen sind meiner Beobachtung nach andere Schüler/innen weit selbstständiger, organisierter und vielseitiger interessiert als früher.

Gedanken zum Feierabend

Manchmal habe ich den Eindruck, dass in vielen deutschen Unternehmen Leute sitzen, denen es gutgetan hätte, wenn sie mal was vor die Wand gefahren hätten. Damit sie wissen, wie das läuft. Die sitzen halt da, sind auf ihren Posten unter anderem auch deswegen gelandet, weil sie die richtigen Anzüge getragen haben, morgens immer pünktlich waren und irgendwann mal irgendein Optimierungsprojekt toll hinbekommen haben.

Aus ‚Business Insider“ (Frank Thelen)

Gedanken zum Wochenende

Eu­ro­pa wur­de für Ver­brau­cher kon­zi­piert. Für Leu­te, die mit Geld, das sie nicht ha­ben, Din­ge kau­fen, die sie nicht brau­chen. Die glei­chen Fi­lia­len in je­der Stadt, an­ge­pass­te Nor­men und Stan­dards – Eu­ro­pa, das soll­te man im Ide­al­fall gar nicht mer­ken. Sein größ­ter Vor­teil: Es rech­net sich.

Nils Minkmar im neuen SPIEGEL