Ohne Autos geht es nicht?

Pontevedra Spanien

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Wenn die Autos aus den Städten verbannt werden, dann bedeutet dies den Anfang vom Ende.

  • Die Leute kommen nicht mehr zum Einkaufen sondern suchen außerstädtische Einkaufszentren auf.
  • Die Einwohner verlassen fluchtartig die Städte, da sie nicht mehr zu ihren Wohnungen fahren können.
  • Die Geschäfte können nicht mehr beliefert werden, da LKWs und Lieferwagen nur noch erschwert Einfahrtsrecht haben.
  • Die Menschen können ihre Einkäufe nicht mehr in die in der Nähe geparkten Autos packen.

Fazit: Die Städte sterben aus!

So oder ähnlich wird in vielen Städten argumentiert. Es werden noch mehr Parkhäuser innerorts gefordert, mehr Parkplätze zu günstigen Tarifen, mehr Fahrbahnen für den Autoverkehr.

Und dennoch gibt es immer wieder Städte, die genau das Gegenteil beweisen: Der Autoverkehr wird radikal eingeschränkt, Straßen werden zugunsten der Fußgänger und Radfahrer zurückgebaut, Parkplätze ergrünen und erblühen – und es kommen nicht weniger sondern mehr Leute in die Stadt. Einzelhändler haben nicht weniger sondern mehr Umsatz. Transportprobleme werden von der Kommune intelligent und kreativ gelöst.

Leuchtende Beispiele hierfür sind beispielsweise Amsterdam und Pontevedra in Spanien, wie auch der folgende Artikel eindrucksvoll bestätigt.

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/pontevedra-fussgaenger-autos-1.4259542

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Enteignung

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Stellen wir uns vor:

Ein Taxiunternehmer benötigt kurzfristig dringend ein neues Auto, da er vermehrt lukrative Aufträge wie regelmäßige Fahrten zur Dialyse hat. Er bietet mir an, mein gerade neu erworbenes Auto zu einem guten Preis zu übernehmen. Ich wittere ein lukratives Geschäft und überlasse ihm mein Auto sofort.

Jetzt fällt mir auf, dass ich ohne fahrbaren Untersatz große Probleme habe, kurzfristig auch keinen geeigneten günstigen Wagen bekomme und gleichzeitig erkenne, dass der Taxiunternehmer mit meinem Wagen große Gewinne einfährt. Erbost fordere ich vom Gesetzgeber ein Gesetz, welches mir ermöglicht, sofort mein Auto zu einem günstigen Preis zurückkaufen zu können.

Absurd würde wohl jeder sagen. Hat dieses Modell aber nicht auch ein wenig Ähnlichkeit mit der Enteignungsforderung von Wohnungen in Berlin?

Radfahren im Aufwind

Immer mehr vor allem jüngere Leute fahren auch in der kalten Jahreszeit mit dem Rad.

Ich habe jetzt wieder nach der Winterpause mit dem Radeln angefangen. Es war noch etwas frisch und ungewohnt. Das Ebike prescht ganz schön los, die Stöße sind direkter als beim Auto, die Mobilität erscheint etwas rauher. Trotzdem: fast mühelos erklimmt man Steigungen und Kreuzungen können galant umfahren werden. Und die frische Luft kriecht unter die Kleidung. Aber schnell hat man sich daran gewöhnt und genießt sogar den direkten Kontakt mit der Natur.

Gefühlt hat der Radverkehr zumindest hier in der Stadt seit dem letzten Jahr zugenommen. Es gibt vor allem mehr Räder mit Lasten- oder Kindertransportanhängern.

Der Trost des Tages

Entnommen aus der heutigen Lektüre des äußerst lesenswerten Buches von einem meiner Lieblingsautoren Thomas L Friedman ‚Thank you for being late‘.

Friedman bezieht sich auf Vorteile, die das Internet bietet und vor allem auf die Internet Cloud, die seiner Meinung nach viel mehr als eine Cloud nämlich die Supernova darstellt.

‚Wir nutzen heute viel mehr Gehirne und bringen sie als Innovatoren ins Nervensystem der Welt ein. Das ist sicher die positivste und am häufigsten vergessene Entwicklung in der Welt von heute, in der Globalisierung oft als Schimpfwort verwendet und ausschließlich mit den negativen Konsequenzen des Welthandels gleichgesetzt wird. ‚

Photovoltaik im Vormarsch

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Noch vor 20 Jahren war eine Photovoltaikanlage fürs Hausdach ohne Südwestausrichtung nahezu undenkbar. Aufwand und Ertrag standen in einem schlechten Verhältnis.

Heute stößt man vor allem im Internet immer wieder auf Werbung in Sachen Photovoltaik. Und was so besonders daran ist: durch die Verknüpfung mit Google erfährt man sofort, ob eine solche Anlage fürs eigene Heim infrage kommen könnte. Und ist erstaunt, dass auch bei schlechter Dachausrichtung ein erklecklicher Ertrag erzielt werden kann.

Eine darauf folgende persönliche Beratung zur Befriedigung der erwachten Neugier bestätigt dann sogar oft die leisen Hoffnungen. Der jährliche Stromverbrauch plus Strom für rund 12000 km pro Jahr fürs zukünftige Emobil werden tatsächlich prognostiziert.

Jetzt kommt aber noch das Hauptproblem: Eine Menge Strom wird produziert dann wenn man ihn nicht braucht und wenig oder keiner wird erzeugt, wenn man ihn benötigt. Ein Speicher muss also her. Es gibt nun zwei Möglichkeiten: ein reeler Speicher für den Kellerraum oder eine Art virtueller Speicher. Praktisch ein Speicher beim Energieanbieter außer Haus. Von dort kann der selbst produzierte Strom bei Bedarf abgerufen werden oder bei Nichtbedarf entsprechend zwischengelagert werden. Natürlich ist das mit monatlichen Kosten verbunden. Versuche gerade herauszufinden wie effektiv dieses System in Wirklichkeit ist.

Die Weisheit mit Löffeln gefressen …

kommt mir in den Sinn, wenn ich Fleischhauers Interview mit Sophie Passmann im neuen SPIEGEL lese.

Sie die moderne Frauenrechtlerin, die genau weiß, wo es lang geht, er der ‚weiße alte Mann‘ , der es ungerechtfertigterweise so weit gebracht hat, nur deshalb weil er eben immer privilegiert war. Ihm bleibt eigentlich jetzt nur noch ins Büßergewand zu schlüpfen und auf geradezu masochistische Weise kleinlaut freiwillig seinen Posten zu räumen um ihn den unterprivilegierten Armen, möglichst nicht Weißen aus einfachen Verhältnissen stammenden, möglichst nicht männlichen Personen zu überlassen. Jene haben dann nämlich nur das Gute im Sinn und arbeiten dann darauf hin, dass es allen besser geht. Soziale Ungerechtigkeiten und Umweltzerstörung werden dadurch auf wundersame Weise aus der Welt geschafft.

Leute wie Sophie Passmann haben selbstverständlich das Recht Rassismus und Vorteile anzuprangern. Sie sind weit davon entfernt, Menschen aufgrund ihres Geschlechts in eine Ecke zu stellen und haben auch keine Vorurteile gegenüber Menschen, die sich die Art ihrer Sozialisation nicht selber ausgesucht haben.

Wer’s glaubt wird angeblich selig. Ich tue mir schwer damit.

Interessantes in Sachen Mehrwertsteuer

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Muss jemand, der auf seinem Hausdach Strom erzeugt und diesen dann teilweise selbst verbraucht dafür Mehrwertsteuer bezahlen?

Dir meisten würden sagen, natürlich nicht. Das stimmt aber nicht. Aber den erzeugten Strom habe ich doch gar nicht verkauft. Doch, an dich selbst.

Auf dem Dach ist also ein Mehrwert erzeugt worden, den ich gefälligst zu versteuern habe. Wenn ich also einen Mehrwert schaffe, muss ich den versteuern. Egal ob ich den veräußerte oder selbst konsumiere.

Wenn das bei der Stromerzeugung Solar so gesehen wird, dann gilt das doch konsequenterweise ebenso für alle anderen Bereiche.

So müssten in Zukunft die Kleingärtner ihre frisch geernteten Salatköpfe und Radieschen versteuern und der Radfahrer sein nicht erworbenes Ticket für den Nahverkehr. Die Hausfrau versteuert bitte das Mittagessen, denn das panierte Schnitzel auf dem Esszimmertisch stellt auch einen Mehrwert zum Einkauf beim Metzger dar!

Was lernen wir daraus?

Es gibt noch genügend Potential für weitere Steuereinnahmen!