Haben Sie schon Ihren ‚Burn out‘ genommen?

Viele Berufstätige, nicht nur Personen in Führungspositionen, fallen für längere Zeit aus. Ihr Krankheitsbild: das Burn Out Syndrom.

Sie fühlen sich ausgebrannt, leer, antriebslos, sind des öfteren depressiv.

Vor allem auch in Lehrberufen ist dieses Krankheitsbild häufig zu finden. Neulich habe ich im Steingart Blog erfahren, dass gerade in Deutschland nur noch jeder Vierte ein positives Bild von Pädagogen hat. Diese Einschätzung überträgt sich natürlich auch auf die Schüler. Die Achtung vor der Arbeit ihrer Lehrer sinkt rapide.

Kein Wunder also dass man vor allem in Lehrerzeitungen vermehrt Anzeigen von psychosomatischen Kliniken findet.

Bild aus GEW: Erziehung und Wissenschaft 11/2018

Advertisements

Kann mein Smartphone Gedanken lesen?

Vor einigen Jahren hätte man eine solche Frage empört zurückgewiesen. Natürlich weiß es nur das, was ich ihm mündlich oder schriftlich eingegeben habe oder was im Internet über mich zu finden ist.

Jetzt hat mich Hararis Buch 21. Lektionen über das 21. Jahrhundert und seine Schlußfolgerungen aus der Leistungsfähigkeit der Algorithmen bereits das Gruseln gelehrt.

Heute bin ich nun erstmals auf eine konkrete Anwendung gestoßen. Per Whatsapp erhielt ich ein Video. Der Sprecher bat mich, mir eine von 5 oder 6 Spielkarten, die er wie ein Spieler in der Hand hielt, zu merken. Ohne Worte versteht sich. Danach wurde ich gebeten, mich nochmals daran zu erinnern. Die Hand mit den Karten erschien wieder. Diesmal ohne die von mir eingeprägte Karte. Natürlich wiederholte ich das Spiel noch ein paar Mal.

Wohin geht die Reise?

Aha. Jetzt durchschaut. Beruhigend. Kein Algorithmus, nur ein eigentlich einfacher Trick.

Machtmittel

vermoegen

Zu unterschiedlichen Zeiten waren unterschiedliche Vermögenswerte die entscheidenden Machtmittel.

Heutzutage sind es die Daten. Nicht mehr Gebietskontrolle oder Kontrolle der Produktionsmittel sind entscheidend, sondern es ist der Besitz oder die Kontrolle des Datenstroms. Die Menschen bekommen digitale Produkte kostenlos, bezahlen aber mit ihren Daten dafür.  Werbung kann individuell auf die Konsumenten zugeschnitten werden, später sind auch diese Werbebotschaften überflüssig. Algorithmen könnten dann die Bedürfnisse der Menschen steuern. Daten werden wertvoller als Geld.

Gedanke aus Hararis Buch: 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert.

Bilder: Pixabay

Menschen werden in Zukunft dann zumindest noch als Verbraucher vonnöten sein?

Wenn sie schon nicht mehr als Arbeitskräfte gebraucht werden, sind dann in Zukunft nicht wenigstens noch Konsumenten vonnöten, die dann ihr Grundeinkommen ausgeben?

Auch darauf hat Harari wieder keine optimistische Antwort.

‚Tatsächlich fungieren Computer und Algorithmen schon heute nicht mehr nur als Produzenten, sondern auch als Kunden. An der Börse bspw. werden Algorithmen allmählich zu den wichtigsten Käufern von Anleihen, Aktien und Rohstoffen. ‚

Die zukünftige Rolle des Menschen muss scheinbar grundsätzlich überdacht werden.

Bedeutungslosigkeit ersetzt wirtschaftliche Ausbeutung?

Durch die digitale Enwicklung könnten Menschen ökonomisch wertlos werden. Früher waren sie für den Aufbau und den Erhalt wirtschaftlicher Macht dringend erforderlich. Werden sie in Zukunft schlicht nicht mehr gebraucht? Werden sie mehr und mehr bedeutungslos?

‚Möglicherweise werden populistische Revolten im 21. Jh. nicht gegen eine Wirtschaftselite aufbegehren, welche die Menschen ausbeutet, sondern gegen eine solche, welche die Menschen schlicht nicht mehr braucht.‘

(aus Harari : 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert)

Was unterscheidet den Menschen vom Tier?

war einmal eine Frage unseres Geschichtlehrers in der Oberstufe. Nach vielen falschen Antworten gab er dann selbst die Antwort: die Benutzung von Werkzeugen.

Das kam mir wieder in den Sinn, als wir beim Vorbeifahren auf der Straße nahe unserer Wohnung einige der von uns zum Trocknen in den Vorgarten gelegten Walnüsse entdeckten.

Ein paar waren von Krähen gestohlen worden und konnten, da sie sich noch in der leicht eingetrockneten grünen Schale befanden, leicht transportiert werden.

Kaum war ein Auto drübergefahren, stürzten sie sich auf die zerquetschte Beute.

Hatte sich unser Geschichtslehrer etwa geirrt oder war alles nur Einbildung?

Morning Briefing von Gabor Steingart

Immer wieder erfrischend schon beim Frühstück der relativ neue Podcast von Gabor Steingart. Prägnante Fragestellungen und witzige Formulierungen prägen das Format. Ihm gelingt es immer interessante und relevante Gesprächspartner zu finden.

Alle Seiten werden beleuchtet. Auch mal die wider die herrschende Meinung. Aber immer mit Freundlichkeit und Takt. Ein meiner Ansicht nach positives Bild von ‚liberal‘.

Kleine Kostprobe von heute:

‚Erst wenn der letzte Diesel nach Osteuropa verkauft worden ist, wird man merken, dass man Fahrverbote nicht essen kann.‘